Entwicklungspotenziale Reformen notwendig

Die Bilanz der Regierung unter Premierminister Imran Khan fällt bislang gemischt aus. Zahlreiche Entwicklungsindikatoren fallen für das von der Weltbank als lower middle-income country eingestufte Pakistan nach wie vor schlecht aus. Im Vergleich mit den südasiatischen Nachbarn liegt man zumeist im unteren Drittel und kann mit deren Entwicklung kaum mithalten.

Grundsätzlich verfügt Pakistan über erhebliche wirtschaftliche Potenziale: reichhaltige Ressourcen, niedrige Lohnkosten, eine junge Bevölkerung und eine wachsende Mittelschicht.

Auch die Voraussetzungen für eine nachhaltige Entwicklung des Landes sind in der Entwicklungsstrategie der Regierung klar definiert: soziale Gerechtigkeit, Rechtsstaatlichkeit, Frieden und Sicherheit, gute Regierungsführung und ein nationaler Entwicklungskonsens. Um ihre Entwicklungsziele zu erreichen, muss die Regierung grundlegende Reformen anstoßen und konsequent umsetzen. So werden zum Beispiel die wirtschaftlichen und sozialen Potenziale der weiblichen Bevölkerung bei Weitem noch nicht ausgeschöpft.

Eine neue Herausforderung stellt die globale Klimakrise dar. Pakistan ist eines der am meisten betroffenen Länder und leidet unter steigenden Temperaturen, Überschwemmungen, der Abnahme der Wasserressourcen und sich häufenden Extremwetterereignissen.