Kernthema “Eine Welt ohne Hunger” Natürliche Ressourcen schützen

Niger ist ein Binnenstaat. Die Sahara bedeckt den größten Teil der Landesfläche, der Rest Nigers gehört zur semiariden, also überwiegend trockenen Sahelzone. Nur ein geringer Teil des Landes kann landwirtschaftlich genutzt werden.

Ein Junge trägt lebende Hühner über den Markt in Niamey.

Ein Junge trägt lebende Hühner über den Markt in Niamey.

Ein Junge trägt lebende Hühner über den Markt in Niamey.

Abholzung, Überweidung und zu intensive Nutzung der Böden führen dazu, dass immer größere Flächen auslaugen und unfruchtbar werden. Schon jetzt leidet Niger wegen ausbleibender Regenfälle regelmäßig unter Dürren – die Auswirkungen des Klimawandels verschärfen die Situation noch weiter.

Deutschland unterstützt sein Partnerland Niger dabei, die natürlichen Ressourcen zu schützen und zerstörte Flächen für die Land-, Forst- und Weidewirtschaft zurückzugewinnen. Mit traditionellen und modernen Methoden wird die Bodenerosion gestoppt und die Nutzung des Regenwassers verbessert. Dabei konzentriert sich das deutsche Engagement auf die Regionen Tahoua, Agadez und Tillabéry.

Für die Regierung Nigers hat die Kleinbewässerung hohe Priorität. Darum liegt der Fokus des deutschen Engagements bei einem Programm zur produktiven Landwirtschaft auf diesem Themenfeld. Unter anderem wurde dafür gemeinsam mit anderen Gebern das Bewässerungspotenzial der einzelnen Regionen des Landes erfasst.

Bauern bei der Feldarbeit in der Nähe von Niamey in Niger 

Bauern bei der Feldarbeit in der Nähe von Niamey in Niger

Bauern bei der Feldarbeit in der Nähe von Niamey in Niger 

Darüber hinaus werden Fortbildungsmodule für private und öffentliche Agrardienstleister entwickelt. Diese lernen, Kleinbäuerinnen und -bauern fachgerecht zu Themen wie Bodenbearbeitung, Fruchtfolge, Saatgutauswahl, Düngung, Pflanzenschutz und Arbeitssicherheit zu beraten. So werden die Betriebe bei ihrer technischen und wirtschaftlichen Weiterentwicklung unterstützt.

Das deutsche Engagement ermöglicht die Finanzierung von Kleinstanlagen zur Bewässerung und die Absicherung von Investitionen der Bäuerinnen und Bauern. Auch der Bau von Lagern und die Errichtung und Erweiterung von Märkten wird ermöglicht.

Um die seit langem wiederkehrenden Nahrungsmittelprobleme wirksam zu bekämpfen und Hungersnöten vorzubeugen, unterstützt das BMZ die nigrische Vorsorgeeinrichtung gegen Nahrungsmittelkrisen (Dispositif National de Prévention et de Gestion des Crises Alimentaires, DN). Sie hat die Aufgabe, dafür zu sorgen, dass landesweit ausreichende Getreide- und Saatgutreserven eingelagert werden. Langfristig kann die Nahrungsmittelunsicherheit nur durch strukturelle Reformen im Bereich ländliche Entwicklung, Landnutzung und Ernährungssicherung vermindert werden.


Stand: 25.03.2022