Umsetzung des Marshallplans mit Afrika Zusammenarbeit mit der Wirtschaft

Das BMZ hat die Mittel für Entwicklungspartnerschaften mit der Wirtschaft um mehr als die Hälfte erhöht, auf 178 Millionen Euro im Jahr 2019. Lieferungen und Leistungen an öffentliche Auftraggeber können jetzt für fast alle afrikanischen Partnerländer durch staatliche Exportkreditgarantien abgesichert werden.

Employee of an iron ore company in Mauritania

Employee of an iron ore company in Mauritania

Employee of an iron ore company in Mauritania

Der erhöhte Selbstbehalt für Unternehmen, die eine solche Absicherung beantragen, entfällt bei den Reformländern. Das ist ein wichtiges Signal für das Afrika-Engagement deutscher Exportunternehmen.

Mit der "Sonderinitiative Ausbildung und Beschäftigung" entwickelt das BMZ in sechs Partnerländern (Äthiopien, Côte d’Ivoire, Ghana, Marokko, Senegal, Tunesien) gemeinsam mit Unternehmen Projekte, die Investitionen und damit die nachhaltige Schaffung von Arbeitsplätzen erleichtern sollen. Gleichzeitig sollen Partnerschaften zwischen deutschen, europäischen und afrikanischen mittelständischen Unternehmen aufgebaut werden.

Die Agentur für Wirtschaft & Entwicklung (Externer Link) ist Ansprechpartnerin für Unternehmen, die sich in Entwicklungs- und Schwellenländern engagieren wollen. Die Agentur unterstützt Unternehmen bei der Suche nach Finanzierungs- und Förderinstrumenten, bei der Vermittlung von Kontakten vor Ort und berät bei der Projektplanung. Das BMZ unterstützt dieses Engagement mit einer Vielzahl von Programmen und Initiativen.

Durch das develoPPP (Externer Link)-Programm beispielsweise werden Entwicklungspartnerschaften mit der Wirtschaft gefördert. In Afrika gibt es zurzeit mehr als 100 solcher gemeinsamer Projekte von Entwicklungspolitik und Privatwirtschaft. Das BMZ hat bisher über 443 Millionen Euro für dieses Programm bereitgestellt, die Unternehmen mehr als 7.320 Millionen Euro.

Derzeit wird das develoPPP-Programm reformiert und noch stärker auf die Bedarfe der Unternehmen ausgerichtet, unter anderem durch die Öffnung des Programms für lokale Unternehmen sowie für Start-ups und kleine Unternehmen.