Umsetzung des Marshallplans mit Afrika Re­form­part­ner­schaf­ten

Die Reformpartnerschaften sind ein zentrales Element des Marshallplans mit Afrika. Sie bilden ein neues partnerschaftliches Kooperationsmodell ab, das zum Erreichen der Ziele auf gegenseitige Verpflichtungen und mehr Eigenverantwortung der afrikanischen Partner setzt.

Berufsschule in Ghana

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Im Kontext der G20-Partnerschaft mit Afrika, die unter deutscher Präsidentschaft initiiert wurde, bilden sie den bilateralen Beitrag Deutschlands zur G20-Initiative Compact with Africa (Externer Link).

Das BMZ unterstützt mit den Reformpartnerschaften ausgewählte Compact-Länder, die besonderen Reformwillen und Eigenanstrengung beweisen, dabei, sich bei den Grundsätzen guter Regierungsführung und den Rahmenbedingungen für privatwirtschaftliches Engagement zu verbessern.

Daher wird mit jedem Partnerland im engen Dialog eine individuelle Partnerschaft in einem bestimmten Schwerpunktsektor entwickelt, die das Land beim Erreichen selbst gesetzter Ziele unterstützt. Eine detaillierte Reformagenda umfasst Reformverpflichtungen des Partnerlandes sowie Angebote des BMZ, um die Entwicklung des Reformsektors und der guten Regierungsführung zu fördern.

Um Reformkräfte zu unterstützen, wird die bilaterale Unterstützung und Zusage der Mittel an die Umsetzung von Reformfortschritten durch das Partnerland geknüpft – das heißt, dass zum Beispiel bestimmte Finanzierungstranchen erst nach Erreichen vorab definierter Reformerfolge ausgezahlt werden.

Das BMZ hat 2017 bereits Reformpartnerschaften mit Côte d’Ivoire, Ghana (beide im Bereich erneuerbare Energien und Energieeffizienz) sowie Tunesien (im Banken- und Finanzsektor) abgeschlossen.

2017 und 2018 sagte das BMZ Unterstützung für die Umsetzung der ersten drei Reformpartnerschaften in Höhe von bis zu 800 Millionen Euro zu. Zusammen mit den übrigen bilateralen Zusagen wurden damit in diesem Zeitraum mehr als 1,4 Milliarden Euro bereitgestellt.

Im November 2019 hat das BMZ weitere Reformpartnerschaften mit Äthiopien, Marokko und Senegal vertraglich vereinbart.