Frauen stehen mit Wasserkanistern an einer Straße in Bamako.

Schwerpunkt Trinkwasserversorgung und Abwasserentsorgung Lebensbedingungen der Bevölkerung verbessern

Nach Schätzungen haben mehr als 30 Prozent der Bevölkerung Malis keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Regional gibt es starke Unterschiede.

Außerdem verfügt nur etwa ein Fünftel der Bevölkerung über angemessene Sanitäranlagen. Durchfallerkrankungen zählen zu den Hauptursachen für die hohe Kindersterblichkeit in Mali.

Ziel der deutschen Entwicklungszusammenarbeit ist es, eine ganzjährige nachhaltige Versorgung der ländlichen und kleinstädtischen Bevölkerung mit hygienisch unbedenklichem Trinkwasser und fachgerecht gebauten und gewarteten Sanitäranlagen zu fördern. Dadurch sollen die Lebensbedingungen vor allem der armen Bevölkerung verbessert und gesundheitliche Risiken durch verunreinigtes Wasser verringert werden.

Wasserturm der Gemeinde Tienfala

Wasserturm der Gemeinde Tienfala

Wasserturm der Gemeinde Tienfala

Deutschland konzentriert sich zum einen auf den Neubau und die Instandsetzung von Trinkwassersystemen, insbesondere im ländlichen Raum. Investiert wird in Brunnen, Hochbehälter, Leitungsnetze, solarbetriebene Pumpen und Zapfstellen. Rund 370.000 Menschen konnten bereits mit sauberem Trinkwasser versorgt werden. Seit 2018 unterstützt das BMZ die Stadt Timbuktu dabei, ihre Wasserversorgung zu verbessern. Hiervon werden 65.000 Menschen profitieren.

Ziel des deutschen Engagements ist aber auch, dass die Gemeinden ihre Infrastruktur eigenständig verwalten, warten und im Idealfall erweitern können.

Zum anderen fördert Deutschland Maßnahmen zur Abwasserentsorgung und Sanitärversorgung im kleinstädtischen und ländlichen Raum. Dazu zählen der Bau dezentraler Kläranlagen, die Einrichtung öffentlicher Latrinen, zum Beispiel an Schulen und Krankenstationen, sowie Hygienekampagnen. Wassernutzergruppen werden technisch und betriebswirtschaftlich geschult, Gemeinden werden dabei unterstützt, stärker zusammenzuarbeiten und gemeinsame Standards für die Wasser- und Sanitärversorgung zu entwickeln.