Elefanten im Liwonde-Nationalpark, Malawi

Umweltsituation Vom Klimawandel bedroht

Das starke Bevölkerungswachstum stellt Malawi nicht nur vor erhebliche Probleme bei der Versorgung der Menschen mit Nahrungsmitteln und sozialen Diensten. Auch die Folgen für die Natur sind besorgniserregend: Da die wachsende Bevölkerung immer mehr Feuerholz benötigt, ist das Land inzwischen weitgehend entwaldet.

Im Sommer 2017 stellte die Regierung eine neue Strategie für die Renaturierung von zerstörten Böden und entwaldeten Landflächen sowie zum Umgang mit Holzkohle vor. Das ehrgeizige Ziel lautet, bis zum Jahr 2030 rund 4,5 Millionen Hektar Land wieder fruchtbar zu machen.

Anzahl und Ausmaß von Dürren und Überschwemmungen haben in den vergangenen Jahren zugenommen. Es ist davon auszugehen, dass solche zerstörerischen Wetterereignisse infolge des Klimawandels weiter zunehmen werden. Im Frühjahr 2019 verursachte der Tropensturm Idai in den südlichen Landesteilen von Malawi schwere Schäden und hohe Ernteverluste.

Der Weltrisikobericht (Externer Link) 2019, veröffentlicht vom Bündnis Entwicklung Hilft, dem neun Hilfsorganisationen angehören, bewertet Malawi als Land mit "sehr hoher" Verwundbarkeit und Anfälligkeit. Analysiert wurde das Risiko extremer Naturereignisse in Abhängigkeit von Infrastruktur, Ernährung, Wohnsituation und ökonomischen Rahmenbedingungen.