Schwerpunkt Nachhaltige Wirtschaftsentwicklung Rahmenbedingungen für Investitionen verbessern

Unmittelbar nach Beginn der deutsch-kosovarischen Entwicklungszusammenarbeit wurde unter Beteiligung der KfW Entwicklungsbank (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) eine auf kleine und mittlere Unternehmen (KMU) ausgerichtete Mikrofinanzbank, die "ProCredit-Bank", aufgebaut.

Außenansicht des Deutschen Informationspunkts für Migration, Ausbildung und Karriere (DIMAK) am Tag der Eröffnung in Pristina, 28.05.2015

Außenansicht des Deutschen Informationspunkts für Migration, Ausbildung und Karriere (DIMAK) am Tag der Eröffnung in Pristina, 28.05.2015

Außenansicht des Deutschen Informationspunkts für Migration, Ausbildung und Karriere (DIMAK) am Tag der Eröffnung in Pristina, 28.05.2015

In den ersten Jahren war die ProCredit-Bank die einzige leistungsfähige Bank in Kosovo. Nur hier konnten Überweisungen aus dem Ausland eingehen, auf die die Bürger dringend angewiesen sind. Inzwischen hat sich die ProCredit-Bank zur größten Bank in Kosovo entwickelt.

Das BMZ leistet nicht nur einen wichtigen Beitrag zur Förderung des KMU-Sektors, sondern auch zur Verbesserung der Rahmenbedingungen für ausländische Investitionen und zur Entwicklung des Finanzsektors allgemein. Ein nachhaltiger Strukturwandel – unter anderem durch die Privatisierung der Wirtschaft, unternehmerische Eigeninitiative und den Aufbau des Mittelstandes – ist entscheidend für die weitere Entwicklung Kosovos. Die wirtschaftliche Erholung des Landes geht in erster Linie von den in jüngster Zeit entstandenen kleinen Betrieben aus: im Handel, in der Landwirtschaft, im Handwerk und im produzierenden Gewerbe. Um die Wettbewerbsfähigkeit dieser Firmen zu verbessern, bietet die deutsche Entwicklungszusammenarbeit branchenspezifische Beratung an. Dazu zählt auch die Förderung der Wirtschaftsentwicklung in ländlichen Regionen.

Ein weiterer Arbeitsbereich ist der Aufbau von berufsbildenden Schulen sowie die Unterstützung von Kammern, Verbänden und Gemeinden. Zusammen mit dem kosovarischen Bildungsministerium werden nationale Kompetenzzentren für berufliche Bildung eingerichtet. Die Zentren sind zentraler Bestandteil der Modernisierung des Arbeitsmarkts: Neben Bildungsmaßnahmen und Karriereberatung für Arbeitnehmer erfassen sie auch den Bedarf von privaten Unternehmen und beraten Gemeinden bei der lokalen Wirtschaftsförderung.

Ein bedeutendes Projekt ist die Umwandlung des Feldlagers Prizren in einen Innovations- und Trainingspark. Ende 2018 wurde das Feldlager geschlossen und über die United Nations Interim Administration Mission in Kosovo (UNMIK) an die kosovarische Regierung übergeben. Die Bundeswehr war knapp zwanzig Jahre in Prizren im Einsatz.