Klimawandel Regenwassertanks und Notfallpläne zur Anpassung an den Klimawandel

Sok Soeung lebt mit seiner Familie im Dorf Kok Lvea in Kambodscha. Seit einiger Zeit beobachtet er nicht nur einen Temperaturanstieg in seiner Gemeinde, sondern sieht sich auch anderen negativen Folgen des Klimawandels direkt ausgesetzt.

Sok Soeung aus Kok Lvea in Kambodscha

Sok Soeung aus Kok Lvea in Kambodscha

Sok Soeung aus Kok Lvea in Kambodscha

Überschwemmungen haben zugenommen und zerstören immer wieder seine Reisfelder und andere Anbauflächen für Nahrungsmittel. Zugleich häufen sich die Dürreperioden. In diesen Phasen kommt es im Dorf zu Krankheiten wie Fieber und Durchfall, da viele Dorfbewohner auf das Wasser aus Tümpeln angewiesen sind. Dieses Wasser wird weder als Trinkwasser aufbereitet noch hygienisch gespeichert. Kürzlich trat Sok Soeung der örtlichen Gruppe zur Gesundheitsförderung bei, außerdem engagiert er sich im Wasserkomitee seines Dorfes. Diese Initiativen werden vom BMZ (über die GIZ) und durch die Hilfsorganisation Malteser International unterstützt und leisten einen großen Beitrag dazu, die Lebensbedingungen der Dorfgemeinschaft zu verbessern.

Das ganze Dorf hilft mit

Alle Dorfbewohner helfen mit, ihre Region im Hinblick auf Klimarisiken zu kartografieren und Notfallpläne zu entwickeln. Es werden Anpassungsmaßnahmen festgelegt und umgesetzt, die es ermöglichen, im Ernstfall mit Dürren und Fluten besser umzugehen. Die neuen Risikokarten helfen auch herauszufinden, welche Familien in Kok Lvea am stärksten den negativen Folgen des Klimawandels ausgesetzt sind. Sie erhalten von der Dorfgemeinschaft Baumaterialien, um sich einen eigenen Regenwassertank zu bauen.

Das Wissen um den Klimawandel und die potenziellen Auswirkungen auf die Gesundheit wird im Dorf geteilt und fortlaufend ausgeweitet. Die Gemeinschaft weiß nun, wie sie Dengue-Fieber und Malaria besser vorbeugen kann. Regelmäßig angebotene Workshops zur gesundheitlichen Aufklärung sensibilisieren für die Bedeutung von Hygiene und sanitären Einrichtungen.

Der Weitergabe dieses Wissens misst Sok Soeung besonders große Bedeutung bei. Sein Ziel ist, dass jede Familie ihren eigenen Tank bauen kann, damit auch die schwächsten Mitglieder der Dorfgemeinschaft langfristig und nachhaltig geschützt sind. Er selbst hat von der Gemeinschaft keine Baumaterialien erhalten, da seine Familie noch relativ gut geschützt ist. Er möchte nun Geld ansparen, um für sich, seine Frau und seine vier Kinder einen eigenen Regenwassertank zu bauen. Er hofft, dass das aufgefangene Wasser der kommenden Regenfälle ausreichen wird, um die nächste Dürreperiode gesund zu überstehen.