Schwerpunkt Regionale Wirtschaftsentwicklung Lokale Wirtschaft fördern

Rund drei Viertel der Kambodschanerinnen und Kambodschaner leben auf dem Land. Zwar konnte die Armut in den vergangenen Jahren deutlich reduziert werden. Doch noch immer ist sie in ländlichen Gebieten überdurchschnittlich weit verbreitet.

Eine Frau lernt, einen Webstuhl zu bedienen.

Eine Frau lernt, einen Webstuhl zu bedienen. Das von der GIZ geförderte Women's Development Centre in Siem Reap soll Frauen die Möglichkeit bieten, einen handwerklichen Beruf zu erlernen, um  sich eine eigene wirtschaftliche Existenz aufzubauen.

Eine Frau lernt, einen Webstuhl zu bedienen. Das von der GIZ geförderte Women's Development Centre in Siem Reap soll Frauen die Möglichkeit bieten, einen handwerklichen Beruf zu erlernen, um  sich eine eigene wirtschaftliche Existenz aufzubauen.

Ziel der Entwicklungszusammenarbeit im Schwerpunktbereich "Regionale Wirtschaftsentwicklung" ist es, die lokale Wirtschaft zu fördern, um die Armut zu verringern, die Einkommen zu steigern und die Ernährung zu sichern.

Mit deutscher Unterstützung wurden bereits über 2.500 Kilometer Zugangsstraßen instandgesetzt beziehungsweise neu gebaut. Diese sichern der Bevölkerung im ländlichen Raum gerade in der schweren Regenzeit den Zugang zu den größeren Städten. Das ist für die Menschen wichtig, um Gesundheitszentren zu erreichen, zur Schule zu kommen oder zu den Märkten zu fahren, wo sie ihre landwirtschaftlichen Produkte verkaufen können.

Neue Dialogformate zwischen Bäuerinnen und Bauern, Vertretern der Gemeindeverwaltung und Geschäftsleuten sollen dazu beitragen, die bestehenden Wirtschaftspotenziale besser zu erkennen und auszuschöpfen.

In Business-Trainings werden besonders ärmere und benachteiligte Menschen in wichtigen Aspekten der Landwirtschaft ausgebildet. So lernen sie neueste Preis-Informationen zu ermitteln oder nachhaltige Kultivierungsmöglichkeiten zu nutzen. Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit arbeitet mit Reiseunternehmen und -führern daran, dass auch die Menschen im Umfeld der Angkor-Tempel von den Touristen profitieren. Die Touristen lernen so zugleich mehr über das Leben in Kambodscha und kommen in den Genuss von handwerklichen und landwirtschaftlichen Produkte sowie einfacher Übernachtungsmöglichkeiten in den Gemeinden.

Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit unterstützt arme landlose Bürgerinnen und Bürger dabei, ein Landrecht auf den staatlich bereitgestellten sozialen Landflächen zu erwerben. Außerdem wird den Bäuerinnen und Bauern zum Beispiel Hilfe bei der Landvorbereitung und der Verbesserung des Bodens angeboten und Know-how vermittelt. Um den Zugang zu Feldern und Märkten zu gewährleisten, fördert die deutsche Entwicklungszusammenarbeit den Ausbau von Infrastruktur und konnte so die Ernährungssicherheit von fast 4.000 Haushalten gewährleisten.

Die KfW Entwicklungsbank (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) stellt darüber hinaus über Partnerbanken Kredite für kleinste, kleine und mittlere Unternehmen im ländlichen Raum bereit, damit diese neue Investitionen tätigen können.