In einer Forschungseinrichtung in Wenchi (Ghana) werden Cashew-Pflanzen veredelt.

Schwerpunkt Landwirtschaft Wertschöpfungsketten für landwirtschaftliche Produkte schaffen

Um die Armut in Ghana zu bekämpfen und die Ernährung zu sichern, engagiert sich Deutschland für eine Steigerung der Produktivität in der Landwirtschaft. Zurzeit werden die Potenziale im Agrarsektor nur unzureichend genutzt. Ghana ist daher eines der Schwerpunktländer der Sonderinitiative "EINEWELT ohne Hunger".

Durch den Aufbau sogenannter "Grüner Innovationszentren" unterstützt sie kleinbäuerliche Betriebe dabei, ihre Produktion nachhaltig zu gestalten. Ausführliche Informationen über das Grüne Innovationszentrum in Ghana finden Sie hier.

Ziel des deutschen Engagements ist, dass die Bäuerinnen und Bauern in Zukunft nicht mehr nur für den Eigenbedarf produzieren, sondern durch den Verkauf ihrer Waren ein Einkommen erzielen können. Herstellung, Verarbeitung und Vermarktung der Produkte sollen effizienter und wirtschaftlicher gestaltet werden, um die Wettbewerbsfähigkeit auf nationalen, regionalen und internationalen Märkten zu verbessern.Die deutsche Unterstützung konzentriert sich auf Produkte mit großem wirtschaftlichen Potenzial wie Mais, Reis, Sorghum, Soja, Kautschuk, Ananas, Mango, Kakao, Palmöl, Cashew- und Erdnüsse.

Gleichzeitig sollen neue Jobs im Bereich der Verarbeitung von landwirtschaftlichen Produkten geschaffen werden, damit ein größerer Teil der Gewinne im Land und vor allem in den ländlichen Gebieten verbleibt. Dafür berät die deutsche Entwicklungszusammenarbeit staatliche Institutionen sowie wichtige öffentliche und private Dienstleister im Landwirtschaftssektor.

Im Rahmen einer Dreieckskooperation mit Israel wurde außerdem der Anbau von Zitrusfrüchten in zwei Regionen verbessert. Die Zusammenarbeit wird durch das Grüne Innovationszentrum in Ghana fortgeführt.

Einkommen deutlich gestiegen

Die Bemühungen haben Erfolg: Das durchschnittliche Einkommen landwirtschaftlicher Produzenten ist in allen geförderten Produktbereichen deutlich gestiegen. Im Kautschuksektor ist die Anzahl der Arbeitsplätze um etwa 20 Prozent gestiegen.