Nationalpark in Georgien

Schwerpunkt Umweltpolitik, Schutz und nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen Erneuerbare Energien fördern und Nationalparks aufbauen

Mit deutscher Unterstützung wurde die Leistungsfähigkeit der georgischen Energiewirtschaft in den vergangenen Jahren erheblich verbessert. Die Zusammenarbeit konzentriert sich nunmehr auf die Steigerung der Energieeffizienz und die Förderung regenerativer Energien.

Im April 2010 wurde der Schwarzmeer-Energieverbund (SMEV) gegründet. Er wird von Deutschland mitfinanziert und unterstützt Georgien und seine Nachbarn dabei, ihre nationalen Stromversorgungsnetze miteinander zu verbinden und an Europa anzuschließen.

Über große Potenziale verfügt Georgien in den Bereichen Wasserkraft und Geothermie. Um die Nutzung erneuerbarer Energien zu stärken, fördert Deutschland unter anderem den Bau von Kleinwasserkraftwerken. Inzwischen werden 90 Prozent des Stroms aus Wasserkraft gewonnen.

Aufgrund seiner außergewöhnlichen Pflanzen- und Tiervielfalt gehört der Kaukasus zu einem von 35 globalen "hot spots" der Biodiversität. Im Rahmen eines regionalen Naturschutzprogramms werden die drei Länder des Südkaukasus – Georgien, Aserbaidschan und Armenien – dabei unterstützt, Nationalparks zu schaffen und grenzüberschreitend miteinander zu verbinden. Ein von Deutschland gefördertes Sekretariat (Transboundary Joint Secretariat (Externer Link), TJS) berät die Regierungen und Nationalparkverwaltungen und sichert den Wissensaustausch zwischen den drei Ländern.

Um eine nachhaltige Bewirtschaftung der natürlichen Ressourcen zu gewährleisten und die Bedeutung von Ökosystemdienstleistungen noch stärker ins Blickfeld zu rücken, werden mit deutscher Unterstützung entsprechende Strategien entwickelt, Planungsprozesse angepasst und Umweltgesetze erarbeitet. Dabei werden unterschiedliche Nutzerinteressen und landschaftliche Gegebenheiten berücksichtigt. Erfahrungen aus Pilotmaßnahmen in ausgewählten Kreisen und Kommunen werden auf nationaler Ebene auf ihre Übertragbarkeit geprüft und angepasst.

Durch die Förderung von Aus- und Fortbildungseinrichtungen sowie Umweltbildungszentren erreichen Angebote zur Umweltbildung inzwischen nicht nur die Schulen, sondern zunehmend die gesamte Bevölkerung.