Kernthema ländliche Wirtschaftsentwicklung und Biodiversität Produktion steigern, Artenvielfalt erhalten

Ziel der Zusammenarbeit in diesem Schwerpunkt ist zum einen, die Produktions-, Verarbeitungs- und Vermarktungsmethoden der kleinbäuerlichen Betriebe zu verbessern und so die Einkünfte der ländlichen Bevölkerung spürbar zu erhöhen. Zum anderen sollen die Schutzgebiete und ihre Artenvielfalt erhalten bleiben.

Schulungen für Bäuerinnen und Bauern

In den Randzonen der Nationalparks Taï und Comoé unterstützt Deutschland den Auf- und Ausbau der Wertschöpfungsketten Kakao, Maniok, Cashew und Gemüse. Rund 55.000 Produzenten und Bauern erhielten bislang Schulungen zu nachhaltigen Anbaupraktiken und technischen Innovationen. Sie konnten ihr Einkommen um etwa zehn Prozent steigern. Weitere 13.000 Cashew- und Kakaoproduzenten wurden im Rahmen von Entwicklungspartnerschaften mit der Wirtschaft (PPP) weitergebildet und in neue Geschäftsmodelle eingebunden.

Das Management der Schutzgebiete wurde mit deutscher Unterstützung deutlich professionalisiert. Etwa 5.000 Hektar Wald im Taï-Nationalpark, die durch illegalen Kakaoanbau beeinträchtigt waren, wurden wiederhergestellt. Die erfolgreichen Bemühungen zum Schutz des Comoé-Nationalparks führten dazu, dass das Welterbekomitee der UNESCO ihn 2017 von der Liste der gefährdeten Schutzgüter streichen konnte.

Nachhaltige Kakaoproduktion

Über das Forum Nachhaltiger Kakao fördert das BMZ außerdem das Programm PRO-PLANTEURS (Externer Link). Es unterstützt rund 20.000 kakaoproduzierende Familienbetriebe und ihre Kooperativen in den südöstlichen Regionen Côte d’Ivoires. Im Rahmen der BMZ-Sonderinitiative "EINEWELT ohne Hunger" wird zudem ein Grünes Innovationszentrum aufgebaut.