Solaranlage, die eine Grundwasserpumpe betreibt.

Schwerpunkt Erneuerbare Energien und Energieeffizienz Kostendeckende und umweltfreundliche Stromversorgung sicherstellen

Mit zunehmender industrieller Produktion verschärft sich die bestehende Energiekrise in Bangladesch. Versorgungsengpässe führen zu häufigen Stromausfällen, die überlastete und veraltete Infrastruktur hemmt die wirtschaftliche Entwicklung. Gleichzeitig hat sich Bangladesch im Rahmen des Pariser Klimaabkommens dazu verpflichtet, seinen Kohlendioxid-Ausstoß zu reduzieren. Dazu will das Land verstärkt erneuerbare Energien einsetzen und die Infrastruktur zur Energieübertragung modernisieren und ausbauen.

Deutschland unterstützt Bangladesch bei der Reform des Energiesektors. Ein wichtiges Anliegen ist dabei die bessere Versorgung der ländlichen Gebiete, die noch nicht an das nationale Stromnetz angeschlossen sind. So fördert das BMZ unter anderem häusliche Biogasanlagen sowie solarbetriebene Pumpen zur landwirtschaftlichen Bewässerung. Einen weiteren Arbeitsschwerpunkt bilden Investitionen zur Verbesserung des Stromnetzes und zur Vermeidung von Übertragungsverlusten.

Im Rahmen des globalen Programms Energising Development (EnDev) trägt Deutschland auch zur Verbesserung der Energieeffizienz bei, zum Beispiel durch den Einsatz effizienter Kochherde. Diese werden von lokalen Betrieben hergestellt und vertrieben. Im Zuge des Programms erhielten mehr als 2,4 Millionen Menschen über Solarsysteme Zugang zu Strom und mehr als 5,4 Millionen Menschen Zugang zu energieeffizienten und gesundheitsschonenden Kochtechniken.