Papaya-Baum in Äthiopien

Kernthema Schutz unserer Lebensgrundlagen – Umwelt und natürliche Ressourcen Verantwortungsvoller Umgang mit der Natur

Äthiopien beheimatet eine Vielzahl von Tier- und Pflanzenarten und ist Teil zweier "Biodiversitäts-Hotspots" von globaler Bedeutung (Horn von Afrika und östliche afromontane Zone). Doch die biologische Vielfalt hat dramatisch abgenommen: Da die Bevölkerung schnell wächst, werden natürliche Ressourcen zu stark ausgebeutet, Naturschutzgebiete als Weideland genutzt und Wälder gerodet, um Brennholz zu gewinnen.

Um die verbliebene Biodiversität zu schützen, hat die Regierung 14 Prozent des Landes als Schutzgebiete ausgewiesen. Die Verantwortung für die Verwaltung dieser Gebiete war bislang jedoch ineffizient auf verschiedene Behörden verteilt.

Deutschland unterstützt Äthiopien dabei, die Zuständigkeiten neu und transparent zu regeln und den Schutz der natürlichen Ressourcen mit ihrer nachhaltigen Nutzung in Einklang zu bringen. Dazu werden die Verwaltungen von ausgewählten Nationalparks und Biosphärenreservaten gestärkt und – unter Einbeziehung der lokalen Bevölkerung – nachhaltige Parknutzungsstrategien und Waldmanagementpläne erarbeitet.

Wirkungen

Insgesamt werden von dem deutschen Programm 4,5 Millionen Menschen erreicht, die rund um elf Schutzgebiete leben. Im Rahmen von Aufforstungskampagnen wurden zwei Millionen Setzlinge größtenteils von Jugendlichen gepflanzt. Der Aufbau nachhaltiger Wertschöpfungsketten für Kaffee, Honig und Myrrhe schafft alternative Einkommensquellen für die lokale Bevölkerung. So erzielen inzwischen rund 20.000 Bauern höhere Einkommen durch den Kaffeeanbau, etwa 9.000 Farmer verdienen zusätzliches Geld durch die Honigproduktion.

Die Maßnahmen in diesem Schwerpunkt sind eng mit den Vorhaben zur nachhaltigen Landbewirtschaftung und zur Stärkung der Dürreresilienz verknüpft.