Der Nachtmarkt auf dem Platz Djemaa el-Fna in Marrakesch, Marokko

Nachhaltiger Tourismus Zusammenarbeit mit der Wirtschaft

Ein zentrales Anliegen des BMZ ist die Zusammenarbeit mit der touristischen Privatwirtschaft. Dabei geht es nicht nur darum, dass sich der Tourismus selbst sozialverträglich und umweltgerecht entwickelt, sondern auch darum, dass er als Motor für eine branchenübergreifende nachhaltige Entwicklung genutzt werden kann. Dafür müssen alle Akteure gesellschaftliche Verantwortung übernehmen und privatwirtschaftliche Kooperationspartner in die deutsche Entwicklungszusammenarbeit einbezogen werden.

Reiseunternehmen sind aufgefordert, Fachwissen, Kreativität, Kapital und Innovationskraft in den Ländern einzusetzen, in denen ihre Reiseziele liegen, um dadurch einen Beitrag zur Armutsbekämpfung zu leisten. Das BMZ unterstützt sie dabei, indem es sich für bessere Voraussetzungen in den Partnerländern engagiert. Es fördert zum Beispiel Rechtssicherheit und gute Regierungsführung, unterstützt Investitionen und die Erschließung neuer Märkte und fördert Aus- und Fortbildungen für Fachkräfte.

Außerdem werden deutsche und europäische Touristikunternehmen finanziell und fachlich dabei unterstützt, ihr Engagement in Entwicklungs- und Schwellenländern nachhaltig, breitenwirksam und sozialverträglich zu gestalten.

Hierzu hält das BMZ ein vielfältiges Instrumentarium bereit, zum Beispiel das develoPPP.de-Programm (Externer Link), integrierte Entwicklungspartnerschaften oder das lab of tomorrow (Externer Link).

Branchendialog "Tourismus für nachhaltige Entwicklung"

Im März 2016 haben das BMZ und der Bundesverband der deutschen Tourismuswirtschaft (BTW) einen Branchendialog "Tourismus für nachhaltige Entwicklung" ins Leben gerufen. Bei den halbjährlichen Treffen kommen Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Tourismuswirtschaft, Zivilgesellschaft und Wissenschaft zusammen, um Lösungen für touristische Zielregionen zu erarbeiten und so die Potenziale des Tourismus für eine nachhaltige Entwicklung auszuschöpfen.

EZ-Scout beim Deutschen Reiseverband

Im Rahmen des EZ-Scout-Programms arbeitet seit Herbst 2017 eine Fachkraft für Entwicklungszusammenarbeit und Tourismus beim Deutschen Reiseverband (DRV). Als Expertin an der Schnittstelle zwischen Tourismus und Entwicklungszusammenarbeit zeigt sie Synergieeffekte auf und berät Tourismusunternehmen, die sich entwicklungspolitisch engagieren möchten.