Stadtentwicklung Hintergrund: Das Zeitalter der Städte

Mit dem neu­en Jahr­tau­send ist das Zeit­al­ter der Städ­te an­ge­bro­chen. Zum ers­ten Mal in der Mensch­heits­ge­schich­te lebt die Mehr­heit der Welt­be­völ­ke­rung in Städ­ten. Die ver­gan­ge­nen hun­dert Jah­re wa­ren von ei­nem be­acht­li­chen Be­völ­ke­rungs­wachs­tum ge­prägt: Leb­ten im Jahr 1900 noch 1,6 Mil­li­ar­den Men­schen auf der Er­de, wa­ren es 1966 be­reits 3,4 und 1999 sechs Mil­li­ar­den. Be­reits 2011 wur­de die sieb­te Mil­li­ar­de er­reicht. Ab Mit­te des Jahr­hun­derts wird sich die Welt­be­völ­ke­rung vor­aus­sicht­lich bei rund 10 Mil­li­ar­den Men­schen lang­sam sta­bi­li­sie­ren.

Blick vom Fern­seh­turm in Bra­si­lia, Bra­si­li­en

Blick vom Fern­seh­turm in Bra­si­lia, Bra­si­li­en

Blick vom Fern­seh­turm in Bra­si­lia, Bra­si­li­en

Wäh­rend der na­tür­li­che Be­völ­ke­rungs­an­stieg in frü­he­ren Jahr­hun­der­ten vor al­lem auf dem Land statt­fand, ist er heu­te haupt­säch­lich in den Städ­ten zu ver­zeich­nen. Mit­te des 20. Jahr­hun­derts leb­ten 30 Pro­zent der Men­schen in den ur­ba­nen Zen­tren der Welt. Heu­te sind es über 50 Pro­zent – Ten­denz stei­gend. Bis 2050 wer­den vor­aus­sicht­lich 80 Pro­zent der Welt­be­völ­ke­rung in Städ­ten le­ben.

Die­ses Wachs­tum fin­det fast aus­schlie­ß­lich in den städ­ti­schen Bal­lungs­räu­men und in­for­mel­len Sied­lun­gen der Ent­wick­lungs- und Schwel­len­län­der statt. Der­zeit le­ben fast 900 Mil­lio­nen Men­schen in in­for­mel­len Sied­lun­gen, und pro Tag kom­men wei­te­re 180.000 Men­schen welt­weit hin­zu. In La­tein­ame­ri­ka liegt die Ver­städ­te­rungs­ra­te be­reits heu­te bei über 80 Pro­zent, in Asi­en und Afri­ka wird sie bis 2030 auf über 50 Pro­zent an­stei­gen. Im Ge­gen­satz hier­zu ver­zeich­nen die Me­tro­po­len in den In­dus­trie­län­dern ein ver­lang­sam­tes Wachs­tum oder wei­sen so­gar ei­nen Be­völ­ke­rungs­rück­gang auf.

Mehr Megacities, mehr Metropolregionen

Ver­kehr in Co­lom­bo, Sri Lan­ka

Ver­kehr in Co­lom­bo, Sri Lan­ka

Ver­kehr in Co­lom­bo, Sri Lan­ka

Nach Schät­zun­gen der Ver­ein­ten Na­tio­nen wer­den 60 Pro­zent al­ler Stadt­be­woh­ner welt­weit im Jahr 2030 un­ter 18 Jah­re alt sein. Die Ur­sa­chen für das ur­ba­ne Wachs­tum ha­ben sich ver­än­dert: Wa­ren frü­her Land­flucht und in­dus­tri­el­le Ent­wick­lung zen­tra­le Ur­sa­chen der Ver­städ­te­rung, ist heu­te das na­tür­li­che Wachs­tum der be­reits in den Städ­ten le­ben­den Be­völ­ke­rung der ma­ß­geb­li­che Fak­tor.

Die Zahl der Megac­i­ties, al­so der Städ­te mit mehr als zehn Mil­lio­nen Ein­woh­nerinnen und Einwohnern, steigt. Die meisten liegen in Ent­wick­lungs­län­dern. Das Be­völ­ke­rungs­wachs­tum führt oft da­zu, dass sich Städ­te stark in der Flä­che aus­wei­ten. Ur­sa­che ist ei­ne un­ge­steu­er­te Stadt­ent­wick­lung: In­for­mel­le Sied­lun­gen ar­mer Be­völ­ke­rungs­grup­pen deh­nen sich aus, gleich­zei­tig zie­hen die bes­ser­ge­stell­ten Schich­ten aus den ver­dich­te­ten Zen­tren in Vor­ort­sied­lun­gen. Die­se Aus­wei­tung führt auch da­zu, dass im­mer mehr Städ­te zu so­ge­nann­ten Me­tro­pol­re­gio­nen zu­sam­men­wach­sen.

Mit dem An­stieg der städ­ti­schen Be­völ­ke­rung kon­zen­trie­ren sich zu­neh­mend Po­ten­zia­le und Her­aus­for­de­run­gen ei­ner glo­ba­len Ent­wick­lung in den Städ­ten. Dies gilt zum Bei­spiel mit Blick auf die Min­de­rung der Ar­mut, die In­te­gra­ti­on be­nach­tei­lig­ter Grup­pen, das Wirt­schafts­wachs­tum oder die Er­rei­chung der Kli­ma- und Ent­wick­lungs­zie­le. Der Ur­ba­ni­sie­rungs­trend ver­langt an­ge­pass­te und nach­hal­ti­ge Sied­lungs­kon­zep­te.

Risiken der Urbanisierung

Das Wachs­tum der Städ­te in den Ent­wick­lungs­län­dern wird von ei­ner ra­san­ten Zu­nah­me der Ar­mut be­glei­tet. Die­se hat vie­le Ge­sich­ter: ge­rin­ges Ein­kom­men, feh­len­de Auf­stiegs­chan­cen, man­geln­de Be­tei­li­gungs­mög­lich­kei­ten am po­li­ti­schen und wirt­schaft­li­chen Le­ben, Miss­ach­tung der Men­schen­rech­te so­wie feh­len­der Zu­gang zu Res­sour­cen und Dienst­leis­tun­gen. In vie­len Ar­muts­vier­teln herr­schen äu­ßerst schlech­te Um­welt- und Le­bens­be­din­gun­gen. Sied­lungs­rech­te und Land­be­sitz sind dort meist nicht ge­klärt, oft man­gelt es an an­ge­mes­se­nem Wohn­raum.

In den dicht be­sie­del­ten in­for­mel­len Sied­lun­gen feh­len Trink­was­ser­an­schlüs­se und sa­ni­tä­re Ein­rich­tun­gen. Häu­fig exis­tiert we­der ei­ne Ka­na­li­sa­ti­on noch ei­ne or­ga­ni­sier­te Ab­fall­ent­sor­gung – mit er­heb­li­chen Fol­gen für die Ge­sund­heit der Be­woh­ner. In­for­mel­le Sied­lun­gen sind zu­dem be­son­ders an­fäl­lig für ex­tre­me Wet­ter­be­din­gun­gen: Man­gels Al­ter­na­ti­ven bil­den sie sich häu­fig an be­son­ders ge­fähr­de­ten Stand­or­ten, bei­spiels­wei­se an Hän­gen, und sind da­durch vom Kli­ma­wan­del be­son­ders be­droht.

Gro­ße Tei­le der zu­meist jun­gen Be­völ­ke­rung in Ar­muts­vier­teln sind un­zu­rei­chend aus­ge­bil­det und ha­ben kei­nen Zu­gang zum for­mel­len Ar­beits­markt und zu Bil­dungs­ein­rich­tun­gen. Das för­dert ein An­wach­sen der in­for­mel­len Wirt­schaft, die nur ge­rin­ge Ver­dienst­mög­lich­kei­ten bie­tet. Die dar­aus ent­ste­hen­de Per­spek­tiv­lo­sig­keit geht oft mit stei­gen­der Ge­walt- und Kon­flikt­be­reit­schaft ein­her.

Vie­le Gro­ß­städ­te in Ent­wick­lungs­län­dern sind ge­prägt durch ei­ne zu­neh­men­de räum­li­che Auf­spal­tung in "Rei­chen­vier­tel" mit gu­ter In­fra­struk­tur und "Ar­men­vier­tel", in de­nen die Be­woh­ner in ex­tre­mer so­zia­ler, po­li­ti­scher und wirt­schaft­li­cher Aus­gren­zung le­ben. Dies birgt zum ei­nen gro­ßes Kon­flikt­po­ten­zi­al und be­raubt die Städ­te zum an­de­ren ih­rer krea­ti­ven und wirt­schaft­li­chen Mög­lich­kei­ten. In die­sem Kon­text stel­len auch Städ­te, die in ho­hem Ma­ße Flücht­lin­ge auf­neh­men, aber auch Flücht­lings­la­ger, die über Jahr­zehn­te hin­weg dau­er­haf­te Struk­tu­ren ent­wi­ckeln, zu­neh­mend lo­ka­le und ge­samt­ge­sell­schaft­li­che Her­aus­for­de­run­gen dar, die es zu be­wäl­ti­gen gilt.

Hauptverursacher und Leidtragende des Klimawandels

Men­schen­men­ge in der In­nen­stadt von Ja­kar­ta, In­do­ne­si­en, an ei­nem au­to­frei­en Sonn­tag

Men­schen­men­ge in der In­nen­stadt von Ja­kar­ta, In­do­ne­si­en, an ei­nem au­to­frei­en Sonn­tag

Men­schen­men­ge in der In­nen­stadt von Ja­kar­ta, In­do­ne­si­en, an ei­nem au­to­frei­en Sonn­tag

Das – oft ungesteuerte – Wachstum der Städte birgt weitere Risiken: Einhergehend mit dem rasanten Bevölkerungsanstieg steigt der motorisierte Verkehr. Durch die Überlastung des Stadtverkehrs entstehen Staus, verstärkte Emissionen von Lärm, Abgasen und Feinstaub sowie ein erhöhtes Unfallrisiko. Außerdem werden Böden und Gewässer verschmutzt und immer mehr landwirtschaftliche Flächen verbaut. Dadurch gerät die Lebensmittelversorgung der Stadtbewohner in Gefahr.

Mit ihrem hohen Bedarf an Wasser, Energie und Rohstoffen für Gewerbe, Haushalte und Verkehr tragen die Städte heute überproportional zum Verbrauch der vorhandenen Ressourcen, zu steigenden Kohlendioxid-Emissionen und damit zur globalen Klimaerwärmung bei. 80 Prozent aller Abfälle und mehr als 60 Prozent der Treibhausgase werden heutzutage in Städten erzeugt. Dabei sind Städte nicht nur Hauptverursacher, sondern auch Leidtragende des Klimawandels, da sie in besonderem Maße Katastrophenrisiken ausgesetzt sind. Durch die Konzentration von Bevölkerung und Infrastruktur fordern Katastrophen in Städten besonders viele Menschenleben und verursachen immense Schäden.

Chancen der Urbanisierung

Ne­ben den zahl­rei­chen ne­ga­ti­ven Fol­gen bie­tet Ver­städ­te­rung auch im­mense Chan­cen für ei­ne nach­hal­ti­ge Ent­wick­lung: Die ho­he Kom­mu­ni­ka­ti­ons- und Kon­takt­dich­te, die das Zu­sam­men­le­ben in Städ­ten kenn­zeich­net, bie­tet güns­ti­ge Vor­aus­set­zun­gen für neue Ide­en und We­ge bei der Lö­sung re­gio­na­ler und glo­ba­ler Pro­ble­me.

Städ­te sind Zen­tren für In­no­va­ti­on, Bil­dung und Be­schäf­ti­gung, Wirt­schaft und Kul­tur, für lo­ka­le Selbst­be­stim­mung und frei­heit­lich-de­mo­kra­ti­sche Ge­sin­nung so­wie für zi­vil­ge­sell­schaft­li­che und po­li­ti­sche Ent­wick­lung. In Städ­ten kann Ar­mut auf­grund der ho­hen Be­völ­ke­rungs­kon­zen­tra­ti­on ef­fek­tiv be­kämpft wer­den, zum Bei­spiel über Bil­dungs­in­itia­ti­ven und Be­schäf­ti­gungs­för­de­rung oder den Zu­gang zu In­fra­struk­tur.

Gut re­gier­te Städ­te kön­nen die­se Po­ten­zia­le mo­bi­li­sie­ren, er­for­der­li­che Än­de­run­gen im städ­ti­schen Ma­nage­ment und in der Re­gie­rungs­füh­rung ein­lei­ten und ge­mein­sam mit ih­ren Bür­ge­rin­nen und Bür­gern Ver­hal­tens­än­de­run­gen an­sto­ßen. Ge­rech­te Teil­ha­be und Bür­ger­en­ga­ge­ment sind da­bei eben­so ent­schei­den­de Fak­to­ren wie leis­tungs­fä­hi­ge und vor­aus­schau­end han­deln­de öf­fent­li­che Ein­rich­tun­gen, die über die not­wen­di­gen Zu­stän­dig­kei­ten, Fach­kräf­te und fi­nan­zi­el­len Mit­tel ver­fü­gen.

Städ­te sind Mo­tor vie­ler Volks­wirt­schaf­ten: Mit dem Zu­gang zu Ar­beits­kräf­ten, In­fra­struk­tur und In­sti­tu­tio­nen bie­ten sie der Wirt­schaft güns­ti­ge Rah­men­be­din­gun­gen für nach­hal­ti­ges Wachs­tum. In man­chen Län­dern tra­gen Städ­te bis zu 80 Pro­zent zum Brut­to­in­lands­pro­dukt bei . Län­der mit ho­hem Pro-Kopf-Ein­kom­men ver­fü­gen meist über leis­tungs­star­ke Me­tro­po­len, wäh­rend die ärms­ten Län­der am we­nigs­ten ur­ba­ni­siert sind.

Auf­grund ih­rer Grö­ße und Sied­lungs­dich­te kön­nen Städ­te so­zia­le In­fra­struk­tur bes­ser und kos­ten­güns­ti­ger be­reit­stel­len als dünn be­sie­del­te länd­li­che Ge­bie­te. Bil­dungs- und Ge­sund­heits­ein­rich­tun­gen er­rei­chen vie­le Men­schen, wo­durch vor al­lem Frau­en, so­zi­al be­nach­tei­lig­te Grup­pen, aber auch Flücht­lin­ge und Mi­gran­ten leich­ter am ge­sell­schaft­li­chen, po­li­ti­schen und kul­tu­rel­len Le­ben teil­ha­ben kön­nen.

Wichtige Rolle beim Klimaschutz

Bau­stel­le für ei­ne neue U-Bahn­li­nie in De­lhi, In­di­en

Bau­stel­le für ei­ne neue U-Bahn­li­nie in De­lhi, In­di­en

Bau­stel­le für ei­ne neue U-Bahn­li­nie in De­lhi, In­di­en

Auch für den öko­lo­gi­schen Fort­schritt und den Kli­ma­schutz spie­len Städ­te ei­ne wich­ti­ge Rol­le. Ei­ne um­welt­be­wuss­te Stadt­ent­wick­lung kann er­heb­lich zum ver­ant­wor­tungs­vol­len Res­sour­cen­ein­satz bei­tra­gen, et­wa über ei­nen um­welt­ver­träg­li­chen öf­fent­li­chen Nah­ver­kehr, res­sour­cen­ef­fi­zi­en­te Wirt­schafts­kreis­läu­fe oder zu­kunfts­wei­sen­de En­er­gie­kon­zep­te. In­ter­na­tio­nal und na­tio­nal ver­ein­bar­te Kli­ma­schutz­zie­le wer­den auf Ebe­ne der Städ­te und Kom­mu­nen um­ge­setzt. Hier wer­den die Men­schen di­rekt er­reicht, sie er­le­ben un­mit­tel­bar die Ver­bes­se­rung ih­res Le­bens- und Ar­beits­um­fel­des, sie kön­nen sich leich­ter or­ga­ni­sie­ren und an po­li­ti­schen Pro­zes­sen teil­ha­ben.

Mit dem Nach­hal­tig­keits­ziel 11 der Agen­da 2030 hat sich die in­ter­na­tio­na­le Staa­ten­ge­mein­schaft vor­ge­nom­men, bis 2030 Städ­te in­klu­siv, si­cher, wi­der­stands­fä­hig und nach­hal­tig zu ge­stal­ten.

Der Beitrag der deutschen Entwicklungszusammenarbeit

Die deut­sche Ent­wick­lungs­zu­sam­men­ar­beit greift die Po­ten­zia­le der Städ­te auf. Ge­för­dert wird ei­ne gro­ße Band­brei­te an Maß­nah­men: von Ein­zel­vor­ha­ben zur Stär­kung der Zi­vil­ge­sell­schaft vor Ort bis hin zur Un­ter­stüt­zung von Re­gie­run­gen bei der Er­ar­bei­tung ganz­heit­li­cher Stra­te­gi­en und na­tio­na­ler Pro­gram­me. Auch die deut­schen Kom­mu­nen un­ter­stüt­zen im Rah­men von Städ­te- oder Pro­jekt­part­ner­schaf­ten die nach­hal­ti­ge Stadt­ent­wick­lung in Ent­wick­lungs­län­dern, zum Bei­spiel in den Be­rei­chen kom­mu­na­le Da­seins­vor­sor­ge, lo­ka­ler Kli­ma­schutz oder Bür­ger­be­tei­li­gung.

Im Vor­der­grund ste­hen im­mer der Ab­bau so­zia­ler Un­gleich­heit und die Re­du­zie­rung von Ar­mut. Ei­ne be­tei­li­gungs­ori­en­tier­te Stadt­ent­wick­lung er­for­dert ei­ne kom­mu­na­le Selbst­ver­wal­tung und die Mög­lich­keit po­li­ti­scher Teil­ha­be. Um sich ak­tiv en­ga­gie­ren zu kön­nen, wer­den Zi­vil­ge­sell­schaft und Wirt­schaft ge­zielt un­ter­stützt. Über so­zia­le För­der- und kom­mu­na­le Be­schäf­ti­gungs­pro­gram­me ent­wi­ckeln sich wirt­schaft­li­che Per­spek­ti­ven für die Stadt­be­völ­ke­rung.

Die Be­reit­stel­lung von be­darfs­ori­en­tier­ter In­fra­struk­tur und so­zia­len Dienst­leis­tun­gen, die Auf­wer­tung und Sa­nie­rung in­for­mel­ler Sied­lun­gen so­wie die Si­che­rung des Wohn­rechts tra­gen zur Ver­bes­se­rung der Le­bens­be­din­gun­gen bei und schaf­fen zu­sätz­lich Si­cher­heit und Plan­bar­keit. Dar­über hin­aus setzt sich die deut­sche Ent­wick­lungs­zu­sam­men­ar­beit für Maß­nah­men zur um­welt­freund­li­chen Stadt­ent­wick­lung und zum Kli­ma­schutz auf kom­mu­na­ler Ebe­ne ein. Leit­fa­den des deut­schen En­ga­ge­ments sind da­bei die im Rah­men der Agen­da 2030 fest­ge­leg­ten nach­hal­ti­gen Ent­wick­lungs­zie­le (Sus­tain­able De­vel­op­ment Goals, SDGs), ins­be­son­de­re SDG 11 zur Stadt­ent­wick­lung.

Ein be­son­de­res Au­gen­merk der deut­schen Ent­wick­lungs­zu­sam­men­ar­beit liegt stets auf der För­de­rung gu­ter Re­gie­rungs­füh­rung auf lo­ka­ler Ebe­ne: Städ­te sol­len durch Par­ti­zi­pa­ti­on und ei­ne ver­ant­wor­tungs­vol­le und de­mo­kra­tisch le­gi­ti­mier­te Stadt­ver­wal­tung die stra­te­gi­schen Leit­li­ni­en und Hand­lungs­an­sät­ze für nach­hal­ti­ge Ent­wick­lung er­ar­bei­ten. Da­für müs­sen sie über die da­für not­wen­di­gen recht­li­chen und fi­nan­zi­el­len Grund­la­gen ver­fü­gen.

Lo­ka­le Stadt­ent­wick­lung und in­ter­kom­mu­na­le Zu­sam­men­ar­beit kön­nen ih­re Wir­kung am bes­ten im Rah­men ei­ner ein­heit­li­chen na­tio­na­len Stadt­ent­wick­lungs­po­li­tik ent­fal­ten. Die deut­sche Ent­wick­lungs­po­li­tik ist da­her auf den ver­schie­de­nen Re­gie­rungs- und Ver­wal­tungs­ebe­nen ih­rer Part­ner­län­der so­wie im in­ter­na­tio­na­len und mul­ti­la­te­ra­len Um­feld ak­tiv.