Deutsches Engagement Freiwillige Rückkehr und nachhaltige Reintegration unterstützen

Beratungsgespräch im Zentrum für Jobs, Migration und Reintegration in Dakar, Senegal
Beratungsgespräch im Zentrum für Jobs, Migration und Reintegration in Dakar, Senegal

Nicht alle Menschen, die nach Deutschland gekommen sind, fallen unter den internationalen Flüchtlingsschutz (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) oder erhalten eine Bleibeperspektive. Zahlreiche Migrantinnen und Migranten (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) sind derzeit ausreisepflichtig und müssen oder wollen Deutschland wieder verlassen. Deutschland unterstützt diese Menschen bei der Rückkehr in ihr Herkunftsland und hilft ihnen und den Partnerländern bei der nachhaltigen Reintegration, unter anderem in dreizehn Partnerländern durch das Programm "Perspektive Heimat".

Programm "Perspektive Heimat"

Viele Menschen, die vor der Rückkehr in ihr Herkunftsland stehen, wissen nicht, welche Unterstützungsmöglichkeiten es gibt, um dort wieder Fuß zu fassen und eine positive Perspektive zu entwickeln.

Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter des deutsch-gha­nai­schen Be­ra­tungs­zen­trum für Mi­gran­ten und Rück­keh­rer in Ac­cra, Gha­na. Das Be­ra­tungs­zen­trum wur­de im De­zem­ber 2017 er­öff­net und hat seit­dem mehr als 7.000 Maß­nah­men zur Job­ver­mitt­lung, Exis­tenz­grün­dung und Qua­li­fi­zie­rung ge­för­dert.

Das BMZ-Programm Perspektive Heimat unterstützt Rückkehrerinnen und Rückkehrer beim Neustart in ihrem Herkunftsland und hilft zugleich auch der Bevölkerung vor Ort, in ihrem Heimatland Zukunftsperspektiven zu finden. Das Programm baut auf den schon vorhandenen Projekten der deutschen Entwicklungs­zusammen­ar­beit auf. Es kon­zen­triert sich auf die Part­ner­län­der, aus de­nen ein be­son­ders ho­her An­teil an aus­rei­se­pflich­ti­gen Per­so­nen in Deutsch­land stammt. Da­zu ge­hö­ren Afghanistan, Ägypten, Albanien, Gambia, Ghana, Irak, Kosovo, Marokko, Nigeria, Pakistan, Senegal, Serbien und Tunesien.

In zwölf dieser Länder hat das BMZ "Beratungszentren für Jobs, Migration und Reintegration" eingerichtet, weitere sind in Planung. Die Zentren klären auch über die Risiken irregulärer Migration und die Voraussetzungen für eine reguläre Migration nach Deutschland auf. So leistet das BMZ einen Beitrag zum Globalen Pakt für Migration (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) und dem Ziel 10.7 der Agenda 2030, das eine sichere, geordnete, reguläre und verantwortungsvolle Migration sicherstellen soll.

Rückkehr von hochqualifizierten Fachkräften unterstützen

Viele Migrantinnen und Migranten, die in Deutschland leben und arbeiten, möchten später in ihre Herkunftsländer zurückkehren. Lokale Arbeitgeber können vom Wissen und den Erfahrungen dieser hochqualifizierten Fachkräfte profitieren. Die Vermittlung von Know-how macht rückkehrende Fachkräfte zu wichtigen Akteuren für die Entwicklungszusammenarbeit.

Komplementär zum Programm "Perspektive Heimat" fördert das BMZ daher die freiwillige Rückkehr und Arbeitsmarktreintegration von hochqualifizierten Fachkräften in Kooperation mit der Bundesagentur für Arbeit, zum Beispiel durch Trainings und Gehaltszuschüsse. Seit 1980 wurden mehr als 15.000 rückkehrende Fachkräfte an Arbeitgeber in mehr als 30 Partnerländern vermittelt.