Deutsches Engagement Partnerländer bei ihrer Migrationspolitik beraten

Damit Migration für alle Beteiligten Gewinn bringen kann, müssen alle Seiten eng zusammenarbeiten. Die Politik der Herkunftsländer gegenüber Migrantinnen und Migranten und Rückkehrerinnen und Rückkehrern spielt dabei eine entscheidende Rolle.

Ein Auszubildender im GIZ-Ausbildungscontainer in Tunis, in dem Handwerker ausgebildet werden
Ein Auszubildender im GIZ-Ausbildungscontainer in Tunis, in dem Handwerker ausgebildet werden

Die Partnerländer der deutschen Entwicklungszusammenarbeit werden vom BMZ dabei unterstützt, die Chancen von Migration zu nutzen, aber auch Risiken und negative Effekte wie eine entwicklungsschädigende Abwanderung von Fachkräften zu mindern. Das bedeutet zum Beispiel, dass nur so viele Krankenpflegerinnen und Krankenpfleger auswandern, wie das Gesundheitssystem in den Partnerländern verkraften kann. Die Gesundheitsversorgung der Menschen in den Partnerländern darf sich dadurch nicht verschlechtern.

Das BMZ unterstützt die Partnerländer zudem dabei, die Bedingungen im Land so zu verbessern, dass sich die Menschen nicht dazu gezwungen fühlen, ihre Heimat zu verlassen.

Mit dieser Zielsetzung werden derzeit zum Beispiel die Regierungen von Niger, Marokko, Kosovo und Tadschikistan sowie die Kommission der Afrikanischen Union dabei beraten, gute Aufnahmebedingungen für Migrantinnen und Migranten (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) zu schaffen, Menschenhandel zu bekämpfen und rückkehrende Migrantinnen und Migranten wieder einzugliedern.

Deutsche Expertinnen und Experten beraten die Regierungen von Herkunftsländern zum Beispiel beim Aufbau von Arbeitseinheiten und bilden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter fort. Sie befassen sich unter anderem mit der Reintegration von Rückkehrern, der Unterstützung bei der Arbeitssuche sowie mit dem Aufbau von Netzwerken für den Wissenstransfer.