Kri­sen­prä­ven­ti­on Bil­dung

Bil­dungs­po­li­ti­sche Fehl­ent­schei­dun­gen kön­nen ge­sell­schaft­li­chen Scha­den an­rich­ten. Wenn das Bil­dungs­sys­tem zum Bei­spiel In­to­le­ranz ge­gen­über dem "An­de­ren" prak­ti­ziert und ei­ne ge­ge­be­ne eth­ni­sche, re­li­giö­se, sprach­li­che oder kul­tu­rel­le Viel­falt leug­net, kann es zur Ver­schär­fung ge­sell­schaft­li­cher Kon­flik­te bei­tra­gen. So ge­se­hen sind Bil­dungs­sys­te­me ein Früh­warn­sys­tem für ge­sell­schaft­li­che Kon­flik­te.

Un­ter­richt in ei­ner Schu­le in Am­man, Jor­da­ni­en. Hier wer­den jor­da­ni­sche und sy­ri­sche Kin­der in Dop­pel­schich­ten un­ter­rich­tet.

Un­ter­richt in ei­ner Schu­le in Am­man, Jor­da­ni­en. Hier wer­den jor­da­ni­sche und sy­ri­sche Kin­der in Dop­pel­schich­ten un­ter­rich­tet.

Un­ter­richt in ei­ner Schu­le in Am­man, Jor­da­ni­en. Hier wer­den jor­da­ni­sche und sy­ri­sche Kin­der in Dop­pel­schich­ten un­ter­rich­tet.

Die Bun­des­re­gie­rung för­dert dar­um ins­be­son­de­re kri­sen­sen­si­ti­ve Bil­dungs­sys­te­me, die gleich­be­rech­tig­ten Zu­gang für al­le Be­völ­ke­rungs­grup­pen bie­ten und ih­ren kul­tu­rel­len, sprach­li­chen und eth­ni­schen Reich­tum wi­der­spie­geln. Ziel ist es, ein fried­li­ches Mit­ein­an­der und To­le­ranz ge­gen­über an­de­ren zu för­dern und ak­ti­ves En­ga­ge­ment für den so­zia­len Zu­sam­men­halt an­zu­re­gen, um da­durch Kri­sen und Kon­flik­ten vor­zu­beu­gen.

Krie­ge und Ge­walt­kon­flik­te ver­hin­dern den Schul­be­such von Mil­lio­nen von Kin­dern. Bil­dungs­för­de­rung ist dar­um auch ein wich­ti­ges ent­wick­lungs­po­li­ti­sches In­stru­ment in Not­si­tua­tio­nen und dau­er­haf­ten Kri­sen. Bil­dung mil­dert die psy­cho­so­zia­len Be­las­tun­gen durch Kriegs- und Ge­walt­er­fah­run­gen und stellt ein ge­wis­ses Maß an Nor­ma­li­tät und Sta­bi­li­tät im All­tag von Kin­dern, Ju­gend­li­chen und Er­wach­se­nen her. Zu­dem hat Bil­dung ei­ne wich­ti­ge Schutz­funk­ti­on vor Aus­beu­tung und Miss­brauch.

Die Bun­des­re­pu­blik för­dert Bil­dungs­vor­ha­ben in Kon­flikt- und Post-Kon­flikt-Län­dern wie zum Bei­spiel Af­gha­ni­stan, Gua­te­ma­la, Gui­nea, Irak, Je­men, Pa­ki­stan, Ru­an­da, Sri Lan­ka und Süd­afri­ka. Un­ter­stützt wer­den Pro­gram­me zur Grund­bil­dung, Frie­dens­er­zie­hung und Ge­walt­prä­ven­ti­on, zur po­li­ti­schen Bil­dung so­wie zur Trau­ma- und Ver­söh­nungs­ar­beit. Ein be­son­de­rer Schwer­punkt liegt auf dem gleich­be­rech­tig­ten Zu­gang zur Bil­dung für Frau­en und Mäd­chen.