Côte d’Ivoire: Zusammenarbeit konkret Grüne Anleihen – ein möglicher Beitrag zur Um­setzung der NDCs

In Anbetracht der zahl­reichen klima­politischen Heraus­forderungen, mit denen sich Côte d'Ivoire konfrontiert sieht, bieten sich grüne Anleihen als wirksames Finanz­instrument für die Um­setzung des NDC des Landes an.

Workshop zu Green Bonds mit Vertretern des UNDP in Côte d’Ivoire

Workshop zu Green Bonds mit Vertretern des UNDP in Côte d’Ivoire

Workshop zu Green Bonds mit Vertretern des UNDP in Côte d’Ivoire

Im Februar 2020 hat das "NDC Support Programme" von UNDP in Côte d'Ivoire (mit finanzieller Unter­stützung der Europäischen Union, Deutschlands und Spaniens) in Kooperation mit der "Climate Bonds Initiative" und mit Eigen­beiträgen der ivorischen Regierung eine Schulung für Regierungs­vertrete­rinnen und -vertreter zu grünen Staats­anleihen durchgeführt.

Dabei ging es darum, unter Schlüssel­akteuren ein gemeinsames Verständnis von grünen Anleihen aufzubauen und sie über die Chancen des grünen Finanz­markts sowie über die Möglichkeiten seiner Verknüpfung mit dem bestehenden Staats­anleihe­system zu informieren. Côte d'Ivoire gibt regelmäßig Anleihen auf den internationalen Märkten heraus, tut das bislang aber noch nicht gezielt für grüne Vorhaben.

Die Initiative entstand aufgrund des Bedarfs des Ministeriums für Umwelt und nachhaltige Entwicklung, alle Möglichkeiten zur Mobi­isierung höherer Mittel für wirtschaftliche Schlüssel­bereiche zu sondieren, damit Côte d'Ivoire sein ehrgeiziges Ziel erreichen kann, die Treibhaus­gasemis­sionen bis 2030 um 28 Prozent zu senken.

An der Schulung haben das Ministerium für Umwelt und nach­haltige Entwicklung (mit einem Beitrag von Minister Joseph Séka Séka), das Ministerium für Wirtschaft und Finanzen, die Zentral­bank, die Nationale Investitions­bank, weitere Fach­ministerien und die Finanz­markt­regulierungs­institution der West­afrikanischen Währungs­union teilgenommen.

Grüne Anleihen in Westafrika – ein viel­versprechender Ansatz

Für das Finanzministerium, das für 2020 die Mobilisierung von über 200 Milliarden US-Dollar für prioritäre Entwicklungs­projekte plante, hat die Schulung wichtige Fragen beantwortet – so zu den zu mobilisierenden Mindest­beträgen, der Förderungs­würdigkeit von Projekten, den Anforder­ungen an grüne Anleihen im Vergleich zu normalen Anleihen sowie zu ihren Vorteilen gegenüber normalen Anleihen. 

Die Fach­ministerien haben einen Überblick über die Finanzierungs­möglichkeiten gewonnen, die sich durch grüne Anleihen für ihre jeweiligen Emissions­minderungs­vorhaben ergeben. Die Nationale Investitions­bank hat festgestellt, dass sie mit grünen Anleihen ihre Kapazitäten diversifizieren kann und später auch ihren Kunden aus der Privat­wirtschaft den Zugang zu grünen Anleihen ermöglichen kann.

Der Regionalrat für öffentliche Ersparnisse und Finanz­märkte (Conseil Régional de l'Epargne Publique et des Marchés Financiers, CREPMF) unterstützt die Ausgabe von grünen Anleihen durch Côte d'Ivoire nachdrücklich. Als Finanz­markt­regulierungs­institution der West­afrikanischen Währungsunion hat der CREPMF bereits eine Rechts­grundlage für grüne Anleihen geschaffen. Nun müssen die Mitglieds­länder diese Chance auch nutzen. Die in Côte d'Ivoire gewonnenen Erfahrungen können eine starke Signal­wirkung für die anderen Länder entfalten, dem ivorischen Beispiel zu folgen.