Küstenabschnitt auf den Fidschi-Inseln

Pazifische Inseln: Zusammenarbeit konkret Geplante Umsiedlungen

Die pazifischen Inselstaaten (Externer Link) sind besonders anfällig gegenüber den Auswirkungen des Klimawandels. Während sie selbst nur geringfügig zur globalen Erwärmung beitragen, leiden sie aufgrund ihrer Geographie unverhältnismäßig stark unter den Folgen.

Viele der Bewohnerinnen und Bewohner sind bereits heute Extremwetterereignissen wie tropischen Wirbelstürmen und Dürren ausgesetzt. Der erwartete Anstieg des Meeresspiegels, höhere Temperaturen, veränderte Niederschlagsmuster und die Versauerung der Ozeane verschärfen diese Risiken und gefährden die Lebensgrundlagen der Menschen.

Das Dorf Narikoso in Fidschi ist vom steigenden Meeresspiegel bedroht. In den vergangenen 30 Jahren hat sich die Küstenlinie dort um 15 Meter in das Inland verschoben und die ersten Häuser stehen bereits im Wasser. Daher wurde eine Umsiedlung beschlossen. Neue Häuser werden 150 Meter entfernt vom alten Dorf errichtet – weit genug vom Meer entfernt, um nicht überflutet zu werden, nah genug am alten Dorf, um die Gemeinschaft zu erhalten. Die Gemeinde erhält zudem Trainings, um ihre Lebensgrundlagen zu verbessern. Zum Beispiel, um die Landwirtschaft den geänderten klimatischen Bedingungen anzupassen.

Die Umsiedlung wird durch eine Kooperation zwischen EU und BMZ (Externer Link) unterstützt. Die Erfahrungen in Narikoso dienten auch der Erstellung neuer "Richtlinien für geplante Umsiedlungen" (Externer Link) Diese sollen auch zukünftig sicherstellen, dass unvermeidbare Umsiedlungen unter Einbezug aller Betroffenen erfolgreich, nachhaltig und unter Beachtung der Menschenrechte ablaufen.

Die Aktivitäten sind Teil eines umfassenden Klimarisikomanagements das die Fähigkeiten der lokalen Bevölkerung, der zivilgesellschaftlichen Partner, der regionalen Organisationen und der nationalen Behörden steigern soll, um den Klimawandel (Externer Link) besser zu bewältigen.