Ein Fischer vor der Insel Bunaken

Pazifische Inseln: Zusammenarbeit konkret Klimawandel in der pazifischen Inselregion

Die meisten Einwohner der pazifischen Inselstaaten leben an den Küsten ihrer kleinen Inseln, oft nur wenige Meter über dem Meeresspiegel. Außerdem hängen die Menschen dort stark von den natürlichen Ressourcen ab. 

Dadurch sind sie besonders anfällig gegenüber den Folgen des Klimawandels, wie stärkeren Extremwetterereignissen (Stürme, Fluten und Dürren) und dem Meeresspiegelanstieg.

Diese bedrohen die Infrastruktur, Siedlungen, landwirtschaftliche Flächen und Süßwasserressourcen, aber auch Ökosysteme an Land und im Meer, welche für die regionale Wirtschaft und den Tourismus extrem wichtig sind. Höhere Temperaturen und weniger Niederschlag verschlechtern unmittelbar landwirtschaftliche Erträge, menschliche Gesundheit und Biodiversität. Da die meisten Inseln nur eine geringe Höhe über dem Meeresspiegel aufweisen, können die Bewohnerinnen und Bewohner kaum ausweichen, für Gegenmaßnahmen fehlt oft das Geld. Geringe Anpassungskapazitäten und intensive Klimafolgen treffen aufeinander und gefährden die nachhaltige Entwicklung der Region.

Gefördert durch das BMZ, erreicht das Engagement der deutschen Entwicklungspolitik 15 vom Klimawandel bedrohte Nationen im Pazifik. Dabei sind unter anderem Lehrer in Fiji und Kiribati fortgebildet worden, um das Thema Klimawandel in die Lehrpläne einzubinden und in Vanuatu wurde ein amtlich anerkanntes "Climate Change and Disaster Risk Reduction"-Training für Studierende entwickelt, das bereits erfolgreich läuft. Die Regionalorganisationen "The Pacific Community (SPC)", "Secretariat of the Pacific Regional Environment Programme (SPREP)" und "Melanesian Spearhead Group (MSG)" werden dabei unterstützt, ihre Informationsangebote, Beratungsleistungen und Fortbildungen zum Thema Klimawandel zu verbessern. Das stärkt die Anpassungskapazitäten der Region dauerhaft.

In Kiribati und den Solomonen haben rund 4.000 Menschen durch Solar- und Regenwasseraufbereitungsanlagen Zugang zu Strom und Wasser bekommen. Parallel dazu stellen mit örtlichen Universitäten entwickelte Ausbildungsprogramme zur Wartung von Solaranlagen die Instandhaltung vor Ort sicher. Es wurden insgesamt 61 anerkannte Solartechnikerinnen und 44 Techniker in Kiribati und 12 Studierende in den Salomonen ausgebildet.

So steigert das Klimarisikomanagement die Resilienz kleiner Inselstaaten im Pazifik gegenüber Katastrophen und Klimawandel.