Stadtansicht von Tegucigalpa, Honduras

Zusammenarbeit konkret: Honduras Städtische Klima­anpassung in Zentral­amerika

Honduras ist, wie seine Nachbarländer El Salvador, Guatemala und Nicaragua, extremen Wetterereignissen erheblich ausgesetzt. Der Klimawandel verschärft die Häufigkeit und Stärke von Wirbelstürmen, Starkregen, Überschwemmungen und Dürren. Die hohe Armutsrate, die Besonderheiten der Landschaft sowie eine unkontrollierte Urbanisierung machen das Land und seine Bevölkerung besonders verwundbar gegenüber diesen Naturgefahren.

Deutschland unterstützt Honduras finanziell dabei, seine Resilienz gegenüber extremen Wetterereignissen zu stärken und damit die Risiken des Klimawandels zu reduzieren. Das Programm schützt rund 150.000 Bewohnerinnen und Bewohner der Armenviertel der Hauptstadt Tegucigalpa (Distrito Central). Diese Menschen sind besonders von Hangrutschen und Überschwemmungen betroffen und gleichzeitig sehr verwundbar.

Die Stadtverwaltung setzt mit Zivilschutz und Umweltministerium Investitionen in Klimaanpassung und Katastrophenprävention um. Das sind zum Beispiel Regenwasserversickerungssysteme, Stützmauern, Wasserrückhaltebecken, Entwässerungsgräben und wiederaufgeforstete Wälder. Um die Schäden durch die Extremwetterereignisse noch weiter zu verringern, unterstützt das Programm auch den Ausbau des städtischen Frühwarnsystems und des Klimarisikomanagements der beteiligten Institutionen und betroffenen Bevölkerungsgruppen.

Das Vorhaben verfolgt den Ansatz des umfassenden Risikomanagements und trägt so gleichzeitig zu nachhaltiger Stadtentwicklung, Armutsreduzierung und Klimaanpassung bei. In der Hauptstadt des Nachbarlands El Salvador, die mit vergleichbaren Herausforderungen kämpft, wird eine weitere Komponente des Programms, "Städtische Klimaanpassung in Zentralamerika", umgesetzt.