Der Prozess des Klimarisikomanagements 2. Maßnahmen für ein integriertes Klimarisikomanagement

Integriertes Klimarisikomanagement umfasst eine Bandbreite von Maßnahmen und Instrumenten, die kontextabhängig klug und wirksam kombiniert werden können.

Dazu zählen vorbeugende Maßnahmen, wie zum Beispiel angepasste, risikosensitive Bau- und Landnutzungsplanung und Ansätze aus der klassischen Anpassung wie verbessertes Saatgut und Anbautechniken. Innovative Instrumente, die (finanzielle) Risiken auf verschiedene Akteure oder in der Zeit verteilen (Risk Sharing und Klimarisikoversicherungen) oder aus dem Bereich der transformativen Ansätze (wie zum Beispiel der Umgang mit menschlicher Mobilität) ergänzen das Portfolio insbesondere dann, wenn Restrisiken trotz Anpassungsanstrengungen bestehen bleiben. Außerdem ist die Berücksichtigung von geschlechterdifferenzierten Anpassungsbedürfnissen und -kapazitäten entscheidend, um bestehende Disparitäten abzubauen und Resilienz zu stärken (siehe auch die GIZ-Studie: Diving into the gap: Gender dimensions of Climate Risk Management (Externer Link)).

Die Kombination der gewählten Maßnahmen sollte den Ländern die Erreichung ihrer spezifischen Entwicklungsziele ermöglichen und gleichzeitig konform mit internationalen Vereinbarungen und Verpflichtungen sein. Dabei sollten die organisatorische und wirtschaftliche Fähigkeit von Ländern, Gemeinden und des Privatsektors berücksichtigt werden.

Das BMZ engagiert sich in verschiedenen Partnerländern und -regionen in den Bereichen Klimarisikobewertungen und -management. Die Unterstützung der Partnerländer und -regionen bei der Berücksichtigung der Ergebnisse von Risikobewertungen in Planungs- und Politikprozessen ist ein weiterer notwendiger Schritt, um die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Umsetzung des Klimarisikomanagements zu schaffen.