Kinderarbeit Was ist Kinderarbeit?

Nicht je­de von Kin­dern ge­leis­te­te Ar­beit gilt als – völ­ker­recht­lich ver­bo­te­ne – Kin­der­ar­beit. Wenn Kin­der und Ju­gend­li­che ih­ren El­tern im Haus­halt hel­fen oder in ih­rer Frei­zeit ihr Ta­schen­geld auf­bes­sern, ist das nicht il­le­gal und kann sich po­si­tiv auf die per­sön­li­che Ent­wick­lung der Kin­der aus­wir­ken. Der Be­griff Kin­der­ar­beit be­zeich­net da­ge­gen je­de Form von Ar­beit, die der kör­per­li­chen und geis­ti­gen Ent­wick­lung der Kin­der und Ju­gend­li­chen scha­det oder sie am Schul­be­such hin­dert.

Ein Junge in Dhaka in Bangladesch stellt Backsteine her.

Ein Junge in Dhaka in Bangladesch stellt Backsteine her.

Ein Junge in Dhaka in Bangladesch stellt Backsteine her.

Als schlimms­te For­men der Kin­der­ar­beit gel­ten Tä­tig­kei­ten, die un­ter kri­mi­nel­len und aus­beu­te­ri­schen Be­din­gun­gen er­fol­gen oder die schäd­lich für die see­li­sche und kör­per­li­che Ge­sund­heit, Si­cher­heit oder Sitt­lich­keit der Mäd­chen und Jun­gen sind. Da­zu zäh­len un­ter an­de­rem Kin­der­pro­sti­tu­ti­on und -por­no­gra­fie, der Ein­satz als Kin­der­sol­da­tin oder -sol­dat, Dro­gen­an­bau und -schmug­gel, Ar­beit un­ter Ta­ge, das Tra­gen schwe­rer Las­ten, der Um­gang mit ge­fähr­li­chen Che­mi­ka­li­en und Ma­schi­nen und Nacht­ar­beit. Kin­der­ar­beit ist zu­dem oft mit Kin­der­han­del ver­bun­den.

Be­reits mit den Kern­ar­beits­nor­men der ILO, ins­be­son­de­re den Kon­ven­tio­nen 138 (1973) und 182 (1999), wur­den in­ter­na­tio­na­le Stan­dards und Prin­zi­pi­en zum Schutz von Kin­dern for­mu­liert. Sie re­geln das Min­dest­al­ter für die Zu­las­sung zu Be­schäf­ti­gung und de­fi­nie­ren drin­gend not­wen­di­ge Maß­nah­men im Kampf ge­gen die schlimms­ten For­men von Kin­der­ar­beit.