Hintergrund Mehr Bürgernähe und Transparenz durch dezentrale Verwaltungen

Vie­le Ko­ope­ra­ti­ons­län­der der deut­schen Ent­wick­lungs­zu­sam­men­ar­beit zeich­nen sich durch ei­ne po­li­ti­sier­te, zen­tra­lis­ti­sche und we­nig leis­tungs­fä­hi­ge Ver­wal­tung aus, wo­durch die Um­set­zung ar­muts­ori­en­tier­ter Vor­ha­ben be­hin­dert wird.

Ei­ne Mit­ar­bei­te­rin des Bür­ger­bü­ros der Ge­mein­de Te­la­vi (Ge­or­gi­en) be­rät ei­ne Bür­ge­rin.

Ei­ne Mit­ar­bei­te­rin des Bür­ger­bü­ros der Ge­mein­de Te­la­vi (Ge­or­gi­en) be­rät ei­ne Bür­ge­rin.

Ei­ne Mit­ar­bei­te­rin des Bür­ger­bü­ros der Ge­mein­de Te­la­vi (Ge­or­gi­en) be­rät ei­ne Bür­ge­rin.

Deutsch­land un­ter­stützt des­halb Part­ner­län­der dar­in, ei­ne ef­fi­zi­en­te, trans­pa­ren­te und re­chen­schafts­pflich­ti­ge öf­fent­li­che Ver­wal­tung auf­zu­bau­en. Sie bil­det die Grund­la­ge da­für, dass der Staat sei­ne Kern­funk­tio­nen, et­wa die Da­seins­vor­sor­ge oder die Schaf­fung in­ne­rer und äu­ße­rer Si­cher­heit, er­fül­len kann. Bür­ger­ori­en­tier­te öf­fent­li­che Dienst­leis­tun­gen wie Ge­sund­heit, Bil­dung oder In­fra­struk­tur set­zen funk­tio­nie­ren­de Ver­wal­tungs­struk­tu­ren und -pro­zes­se vor­aus. Da­zu zäh­len zum Bei­spiel ein ord­nungs­ge­mä­ßes Per­so­nal­we­sen, Fi­nanz­ma­nage­ment und Be­schaf­fungs­we­sen so­wie funk­tio­nie­ren­de Re­chen­schafts­me­cha­nis­men.

Re­gio­nen und Kom­mu­nen spie­len ei­ne ent­schei­den­de Rol­le, wenn das Re­gie­rungs- und Ver­wal­tungs­sys­tem ei­nes Lan­des mo­der­ni­siert wer­den soll. Pro­vinz-, Stadt- und Ge­mein­de­ver­wal­tun­gen er­brin­gen wich­ti­ge öf­fent­li­che Dienst­leis­tun­gen. Sie ken­nen die Be­dürf­nis­se der Be­völ­ke­rung vor Ort und kön­nen die Bür­ge­rin­nen und Bür­ger di­rekt in Pla­nungs- und Ent­schei­dungs­vor­gän­ge ein­be­zie­hen. Deutsch­land för­dert da­her in vie­len Part­ner­län­dern der Ent­wick­lungs­zu­sam­men­ar­beit Pro­zes­se der De­zen­tra­li­sie­rung.

De­zen­tra­li­sie­rung be­deu­tet, dass po­li­ti­sche Be­fug­nis­se, be­hörd­li­che Zu­stän­dig­kei­ten und fi­nan­zi­el­le Mit­tel von der Zen­tral­re­gie­rung auf die Re­gio­nen und Kom­mu­nen ei­nes Lan­des über­tra­gen wer­den. Da­durch soll sich das Dienst­leis­tungs­an­ge­bot ver­bes­sern. Der Ein­satz öf­fent­li­cher Gel­der soll trans­pa­ren­ter, ef­fek­ti­ver und be­darfs­ge­rech­ter ge­stal­tet wer­den und die po­li­ti­sche Be­tei­li­gung der Be­völ­ke­rung soll wach­sen.

Gut funk­tio­nie­ren­de lo­ka­le Struk­tu­ren kön­nen das Ver­trau­en der Be­völ­ke­rung in den Staat er­hö­hen und gu­te Rah­men­be­din­gun­gen für die lo­ka­le Wirt­schaft schaf­fen. Sie leis­ten da­mit ei­nen wich­ti­gen Bei­trag zur Ar­muts­be­kämp­fung und zur nach­hal­ti­ge Ent­wick­lung ei­nes Lan­des.