An einer Trinkwasserstelle füllt eine Frau ihren Eimer mit Wasser

Zusammenarbeit konkret  Äthiopien: Bessere Wasserversorgung dämmt Krankheiten ein

Äthiopien ist eines der Länder Afrikas, die am meisten Flüchtlinge aufnehmen, derzeit leben dort mehr als 800.000 (Stand: Dezember 2020). Viele stammen aus dem Nachbarland Südsudan, das von schweren Kämpfen erschüttert wird.

Die meisten Flüchtlinge kommen zunächst in den Bundesstaat Gambela, eine der ärmsten Regionen Äthiopiens. Für Flüchtlinge und aufnehmende Gemeinden ist nicht genügend sauberes Wasser vorhanden. Durchfall und weitere Erkrankungen wie Cholera sind daher weit verbreitet.

UNICEF setzt das Projekt vor Ort um

Die KfW Entwicklungsbank finanziert im Auftrag der Bundesregierung Maßnahmen, um die Wasser- und Sanitärversorgung angesichts der andauernden schwierigen Lage im Südsudan nachhaltig zu verbessern. Südsudanesische Flüchtlinge und aufnehmende Gemeinden in den äthiopischen Bundesstaaten Gambela und Benishangul-Gumuz sollen einen besseren Zugang zu sauberem Wasser erhalten. Projektträger ist das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (UNICEF).

Bisherige Ergebnisse

Über mehrere Phasen wurde die Wasserversorgung in den Flüchtlingscamps und den direkt angrenzenden Gemeinden in Gambela und Benishangul-Gumuz verbessert und bestehende Kapazitäten erweitert: Dafür wurde zunächst eine mehrere Kilometer lange Druck­wasser­leitung gebaut, zusätzliche Wasserspeicher eingerichtet und Pumpsysteme finanziert. Für den neu gegründeten Wasserversorger der Region wurden Bürogebäude errichtet und Weiter­bil­dungs­maß­nahmen finanziert. Um den sich verändernden Flücht­lings­bewe­gun­gen gerecht zu werden, sind weitere Wasser­versor­gungs­systeme geplant. Der neu gegründete Wasser­versorger wird durch Trainings und technisches Know-how unterstützt.

In den aufnehmenden Gemeinden Itang, Lare und Abol werden autarke Wasser­versor­gungs­syste­me für zwei Gesund­heits­zentren, zwei Schulen und ein Registrierungszentrum für Flüchtlinge in unmittelbarer Grenznähe errichtet.

Hinzu kommen weitere Maßnahmen zur Verbesserung der Hygiene- und Sanitärversorgung, etwa die Entwicklung eines Masterplans für die Sanitärversorgung in den Flüchtlingslagern und der Aufbau von geeigneten Abfallentsorgungssystemen. Zudem werden die Menschen über Hygienemaßnahmen aufgeklärt.

Die verschiedenen Wasserversorgungsmaßnahmen sollen insgesamt über 200.000 Flüchtlingen und Einwohnern angrenzender Gemeinden zugutekommen.