WFP "Food for Assets"- Programm in den Sahelstaaten

In den Sahel-G5-Staaten Burkina Faso, Mali, Mauretanien, Niger und Tschad leben etwa 80 Millionen Menschen – mehr als acht Millionen von ihnen leiden Hunger. Die Ursachen davon sind vielfältig: Konflikte, degradierte Böden, Dürren, unsichere Migration, Armut, gewaltsamer Extremismus – und die Auswirkungen der COVID-19 Pandemie.

Bäuerinnen und Bauern in Burkina Faso machen degradiertes Land wieder fruchtbarer, zum Beispiel durch das Anlegen von halbrunden Erdwällen, die das Regenwasser besser auffangen und speichern können.

Bäuerinnen und Bauern in Burkina Faso machen degradiertes Land wieder fruchtbarer, zum Beispiel durch das Anlegen von halbrunden Erdwällen, die das Regenwasser besser auffangen und speichern können.

Bäuerinnen und Bauern in Burkina Faso machen degradiertes Land wieder fruchtbarer, zum Beispiel durch das Anlegen von halbrunden Erdwällen, die das Regenwasser besser auffangen und speichern können.

Das UN World Food Programme (WFP) hat deshalb zusammen mit dem BMZ umfangreiche und aufeinander abgestimmte Maßnahmen für eine höhere Widerstandsfähigkeit der Menschen vor Ort gestartet. 

Seit 2018 hat das WFP in enger Abstimmung mit den Regierungen der fünf Länder und Partnern die Menschen dabei unterstützt, eigenverantwortlich ihre Resilienz zu stärken.

Durch BMZ-Mittel konnte dadurch allein im letzten Programmzyklus von September 2019 bis August 2020 viel erreicht werden:

  • Mehr als 1,2 Millionen Menschen in 800 Dörfern in der Region haben von den Maßnahmen profitiert.
  • Innerhalb eines Jahres machten lokale Gemeinschaften in den fünf Ländern mehr als 31.000 Hektar degradiertes Land wieder fruchtbar. Sie legten 540 Hektar Gärten an, in denen jetzt frisches Obst und Gemüse und Obst wächst, wovon einiges in lokalen Schulmahlzeitenprogrammen verwendet wird.
  • Das BMZ ermöglichte, dass mit den Gemeinschaften 300 Teiche, mehr als 100 Brunnen und 66 Bohrlöcher gebaut oder instandgesetzt wurden, um den Zugang zu Wasser zu verbessern.
  • In 1.200 Schulen erhielten Schulkinder nahrhafte Mahlzeiten und 390.000 Menschen wurden in Schulungen für gesunde Ernährung sensibilisiert.

Das Innovative: Die Widerstandsfähigkeit der Menschen im Sahel wird damit parallel in verschiedenen Lebensbereichen gestärkt.

Eine Kleinbäuerin etwa baut in einem sogenannten "Food for Assets"-Programm im Gegenzug für Ernährungshilfe nachhaltige Infrastruktur auf, lernt über Umweltschutz und erhält Zugang zu Märkten, während ihre Kinder dank Schulmahlzeiten eine Chance auf Bildung erhalten, ihre Kleinsten Spezialnahrung bekommen und ihre Familie zwischen den Ernten Nahrungsmittelrationen oder Gutscheine erhält.