WFP "National Poverty Targeting Programme" im Libanon 

Der Libanon galt lange Zeit als stabiles Land mittleren Einkommens. Zusehends rutscht das Land jedoch durch den dreifachen Schock einer beispiellosen Wirtschaftskrise, den wirtschaftlichen und sozialen Auswirkungen von COVID-19 und der Explosion im Hafen von Beirut in die Armut. Hinzu kommt, dass das Land durch den starken Zustrom Geflüchteter unmittelbar von der Syrienkrise betroffen ist.

Eine kommunale Küche in Ashrafiye, Libanon, die von Freiwilligen betrieben wird. Sie versorgt Menschen, die durch die Explosion im Beiruter Hafen ihre Wohnungen oder Arbeitsplätze verloren haben.

Eine Gemeinschaftsküche in Ashrafiye, Libanon, die von Freiwilligen betrieben wird. Sie versorgt Menschen, die durch die Explosion im Beiruter Hafen ihre Wohnungen oder Arbeitsplätze verloren haben.

Eine Gemeinschaftsküche in Ashrafiye, Libanon, die von Freiwilligen betrieben wird. Sie versorgt Menschen, die durch die Explosion im Beiruter Hafen ihre Wohnungen oder Arbeitsplätze verloren haben.

Angesichts dieser Herausforderungen unterstützt das UN World Food Programme (WFP) das sogenannte "National Poverty Targeting Programme" im Libanon – ein nationales Programm zur Armutsbekämpfung.

Dank der Mittel großer Geber wie des BMZ wird die Anzahl bedürftiger libanesischer Haushalte, die durch das Programm Ernährungshilfe erhalten, in diesem Jahr von 15.000 auf voraussichtlich 50.000 aufgestockt werden.

Nach der Explosion im Hafen von Beirut erreichte WFP monatlich fast 73.000 Betroffene aus knapp 16.000 Haushalten mit Bargeldtransfers. WFP leistete außerdem Ernährungshilfe in Form von Notrationen und der Unterstützung von Gemeinschaftsküchen, die täglich 3.000 warme Mahlzeiten in den betroffenen Gebieten ausgaben.

Im Jahr 2020 wurden 54.000 bedürftige Libanesinnen und Libanesen und syrische Geflüchtete durch sogenannte "Food Assistance for Assets"- oder "Food Assistance for Training"-Programme erreicht, in denen sie im Gegenzug für Ernährungshilfe Infrastruktur aufbauen oder an Trainings teilnehmen.

Dank der Unterstützung des BMZ konnten die Teilnehmenden unter anderem 156.000 einheimische Setzlinge pflanzen und 1.000 Hektar Wald nachhaltig bewirtschaften.