Ein Mann steht vor einer Solaranlage in Namibia, die aus zahlreichen Panelen besteht.

Hintergrund Weltweite Energiewende dringend erforderlich

Immer noch leiden viele Millionen Menschen unter einer schlechten Energie­ver­sorgung. Sie be­ein­trächtigt ihre Lebens­qualität, ihre Ge­sund­heit und ihre Bildungs­chancen. Energie­armut hemmt auch die wirt­schaft­liche Entwicklung  und zwischen mangel­hafter Energie­ver­sorgung und Armut besteht ein enger Zusammenhang.

Etwa zehn Prozent der Weltbevölkerung – fast 800 Millionen Menschen  – haben keinen Stromanschluss. Die meisten von ihnen leben in den afrikanischen Staaten südlich der Sahara. 2,8 Milliarden Menschen sind beim Kochen auf Biomasse wie Holz oder Dung angewiesen . Mit schwerwiegenden Folgen: Wälder werden abgeholzt, die Luftverschmutzung durch offene Feuerstellen führt zu schweren Gesundheitsschäden und vor allem Frauen und Kinder verbringen viel Zeit mit dem Sammeln von Feuerholz – Zeit, die sie viel sinnvoller nutzen könnten. 

Die Weltgemeinschaft steht vor einer doppelten Herausforderung: Zum einen ist der Auf- und Ausbau der Energie­versorgung in den Ent­wick­lungs­ländern eine wichtige Voraus­setzung für eine erfolgreiche Bekämpfung der Armut und die Verwirklichung der globalen Ent­wick­lungs­ziele der Agenda 2030 (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen). Zum anderen müssen entschlossene Maßnahmen ergriffen werden, damit der weltweite Verbrauch fossiler Energie­träger wie Kohle und Erdöl sinkt und der Klima­wandel auf­gehalten werden kann.

Um dieser Herausforderung zu begegnen, braucht es eine weltweite Energiewende: Nur durch die verstärkte Nutzung erneuerbarer Energien können mehr Menschen Zugang zu Energie erhalten und zugleich Umwelt und Klima geschont werden.