Windpark bei Zafarana, Ägypten

Windkraft Günstiger Strom durch Windräder

Die Gewinnung von Energie mit Wind­kraft verzeichnete in den vergan­genen Jahren beachtliche Wachs­tums­raten. Mittler­weile deckt Windenergie rund ein Fünftel des deutschen und etwa fünf Prozent des welt­weiten Energie­bedarfs. Prognosen der Inter­natio­nalen Energie-Agentur zufolge wird die Nutzung der Wind­energie an Land (onshore) und im Meer (offshore) in den nächsten Jahren weiter deutlich zunehmen.

Die Kosten für die Erzeugung von Elektrizität mit Wind­energie sind deutlich gefallen. Sie kann dadurch inzwischen in vielen Teilen der Welt mit konven­tionell erzeugtem Strom konkurrieren. Land­anlagen an Standorten mit guten Wind­verhält­nissen können Energie sogar schon günstiger produzieren als neue Kohle­kraft­werke oder moderne Gas- und-Dampf­turbinen-Kraft­werke.

Chancen für Ent­wick­lungs­länder

Auch in vielen Ent­wick­lungs­ländern könnte die Wind­kraft wirt­schaft­lich erfolg­reich genutzt werden. Die In­ves­ti­ti­ons­kosten sind teil­weise höher als in den In­dus­trie­staaten mit ihrer dicht aus­ge­bau­ten In­fra­struk­tur, denn der Auf­wand für Trans­port, Mon­tage und War­tung der An­lagen ist größer. Doch an ge­eig­neten Stand­orten werden diese Nach­teile durch her­vor­ragende Wind­verhält­nisse aus­ge­glichen.

Selbst an entlegenen Orten ohne Anschluss an das über­regionale Strom­netz ist die Nutzung von Windkraft eine gute Möglichkeit der Energie­erzeugung. Windräder lassen sich dort mit Diesel­genera­toren kombinieren, die eine durch­gängige Versorgung gewährleisten. Im Vergleich zu einfachen Diesel­generatoren sparen solche Hybrid­anlagen viel Kraft­stoff und erzeugen deutlich weniger klima­schädliches Kohlen­dioxid.

Siehe auch

Noch wird das Potenzial der Windkraft in den Ent­wick­lungs­ländern längst nicht aus­geschöpft. Es mangelt an Fach­kräften, Know-how und Kapital. Die deutsche Ent­wick­lungs­zusammen­arbeit hilft den Partner­ländern, solche Hemmnisse zu über­winden.

So wurde in Ägypten der Bau von zwei Windparks finanziell unterstützt, darunter einer der größten Wind­parks Afrikas. Die Anlage wurde 2016 eingeweiht und deckt den Strom­bedarf von mehr als einer halben Million Menschen. Auch in Kenia und Serbien fördert das BMZ den Bau von Wind­kraft­anlagen.