Mädchen in einer Schule in einem Flüchtlingslager für syrische Flüchtlinge an der türkisch-syrischen Grenze bei Nizip

Cash for Work Beispiele für das deutsche Engagement in der Türkei

Zusätzliche Lehrkräfte

Um möglichst viele syrische Kinder in türkischen Flüchtlingscamps und Aufnahmegemeinden unterrichten zu können, werden zusätzliche Lehr- und Betreuungskräfte benötigt. Das Cash-for-Work-Programm des BMZ hat bereits das fünfte Schuljahr in Folge die Gehälter von mehr als 12.000 Lehrkräften finanziert. Dadurch konnten im Schuljahr 2020 rund 337.000 Kinder unterrichtet werden.

Fortbildungen

Durch berufsvorbereitende und -begleitende Maßnahmen, beispielsweise in der Textilverarbeitung oder in Handwerksberufen, werden syrische Flüchtlinge und türkische Bedürftige seit 2016 für den lokalen Arbeitsmarkt ausgebildet. Durch diese Maßnahmen sind etwa 19.100 Jobs entstanden.

Abfallentsorgung und Instandsetzung kommunaler Infrastruktur

In 16 türkischen Kommunen werden seit 2016 durch das Cash-for-Work-Programm Parks und Waldflächen gesäubert. Mehr als 2,2 Millionen Bäume wurden bereits gepflanzt. Außerdem setzen syrische Flüchtlinge und türkische Bedürftige Schulen und Moscheen instand. Im Rahmen des Projekts sind 9.300 Jobs entstanden. Durch die gemeinsamen Tätigkeiten wird zugleich das gesellschaftliche Miteinander gestärkt.

Gesundheitsversorgung

In Zusammenarbeit mit der Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat das BMZ seit Ende 2017 sieben Gesundheits- und Weiterbildungszentren eröffnet, mit denen die Gesundheitsversorgung für syrische Flüchtlinge und Einheimische in der Türkei verbessert wurde. 2020 konnten so mehr als 255.700 medizinische Behandlungen durch syrische Ärtzinnen und Ärzte und Pflegekräfte ermöglicht werden. Maßgeschneiderte Qualifizierungsprogramme unterstützen Syrerinnen und Syrer mit medizinischen Vorkenntnissen dabei, den Fachkräftemangel im türkischen Gesundheitssystem auszugleichen. So sind 3.000 Jobs entstanden.