Zusammenarbeit konkret ABS-Initiative

Seit 2006 begleitet die Access and Benefit-Sharing Capacity Development Initiative (Externer Link) (ABS-Initiative) unter der Leitung des BMZ den Ver­hand­lungs­prozess für einen völker­rechts­verbind­lichen Rahmen zur Umsetzung des dritten Zieles der Bio­di­ver­si­täts­kon­ven­tion (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) (Zugang zu genetischen Ressourcen und gerechter Vorteils­ausgleich). Seit 2010 unter­stützt die Initiative, die durch mehrere inter­nationale Geber finanziert wird, auch die Umsetzung des Nagoya-Protokolls (Externer Link).

Logo der ABS-Initiative
Logo der ABS-Initiative

Die ABS-Initiative (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) richtet sich an Regierungen, die Privatwirtschaft, die öffentliche Forschung und an indigene Völker und lokale Gemeinschaften. In enger Kooperation mit der Afrikanischen Union unterstützt die Initiative Partnerländer dabei, ihre politischen und rechtlichen Rahmenbedingungen zu verbessern, ABS-Leitlinien zu erstellen, Grundlagen für das Aushandeln von ABS-Verträgen zu schaffen und die Rechte indigener Völker zu stärken. Zu den Kooperationsländern zählen unter anderem Algerien, Benin, Côte d’Ivoire, Kamerun, Kenia, Madagaskar, Malawi, Marokko und Südafrika.

Der ABS-Initiative ist es gelungen, das Thema des gerechten Vorteilsausgleichs mit den nachhaltigen Entwicklungszielen der Agenda 2030 (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) zu verknüpfen und auch in der Privatwirtschaft zu verankern. Unter anderem wurde im Rahmen einer Kofinanzierung durch das Schweizer Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) ein Innovationsfonds geschaffen, der 38 kleine und mittlere Unternehmen im südlichen Afrika im Biohandel unterstützt. Auch wurden die ersten Nagoya-konformen Verträge zwischen lokalen Gemeinschaften in Zentralafrika und europäischen Wirtschaftsunternehmen abgeschlossen, die afrikaweit Modellcharakter haben.

Im Rahmen der Initiative wurde außerdem ein regionaler Konsultationsprozess zwischen den Umweltministerien von Südafrika, Namibia, Botsuana  und Simbabwe in Gang gesetzt, der darauf abzielt, die Rechte indigener Völker und lokaler Gemeinschaften in Wertschöpfungsketten stärker zu berücksichtigen.