Müll am Strand von Co­lom­bo, Sri Lan­ka

Ab­fall- und Kreis­lauf­wirt­schaft Mee­res­müll – ei­ne Ge­fahr für Mensch und Tier

Mee­res­müll stellt ei­ne glo­ba­le Ge­fahr für ma­ri­ne Öko­sys­te­me, die Fi­sche­rei, den Tou­ris­mus und über die Nah­rungs­ket­te mög­li­cher­wei­se auch für die mensch­li­che Ge­sund­heit dar. Nach Schät­zun­gen ge­lan­gen je­des Jahr welt­weit zwi­schen 4,8 und 12,7 Mil­lio­nen Ton­nen Plas­tik­ab­fäl­le vom Land ins Meer.

SDG 14: Leben unter Wasser

Ein Gro­ß­teil der Plastikabfälle stammt aus Ent­wick­lungs- und Schwel­len­län­dern, un­ter an­de­rem in Süd­ost­asi­en und im Mit­tel­meer­raum. Hin­zu kom­men auf See ver­lo­ren ge­gan­ge­ne Fi­scher­net­ze so­wie in Ab­wäs­sern ent­hal­te­nes Mi­kro­plas­tik aus Kos­me­tik, Tex­ti­li­en und an­de­ren Pro­duk­ten.

Der­zeit sind ne­ga­ti­ve Aus­wir­kun­gen von Mee­res­müll auf rund 1.400 Tier­ar­ten be­kannt. Vor al­lem See­vö­gel und Mee­res­säu­ge­tie­re, aber auch Mee­res­rep­ti­li­en und Fi­sche neh­men Plas­tik mit der Nah­rung auf oder ver­fan­gen sich dar­in.


Mee­res­ver­mül­lung re­du­zie­ren

Mit der Agen­da 2030 stre­ben die Ver­ein­ten Na­tio­nen an, bis zum Jahr 2025 die Mee­res­ver­schmut­zung, ins­be­son­de­re durch Mee­res­müll und Nähr­stof­fe von Land, deut­lich zu re­du­zie­ren. Be­schlüs­se im Rah­men der UN-Um­welt­ver­samm­lung und der Bio­di­ver­si­täts­kon­ven­ti­on so­wie re­gio­na­le Mee­res­müll-Ak­ti­ons­plä­ne ru­fen da­zu auf, ein um­welt­ge­rech­tes Ab­fall­ma­nage­ment zu ent­wi­ckeln so­wie wei­te­re Maß­nah­men zu er­grei­fen.

Deut­sches En­ga­ge­ment

Das Bun­des­mi­nis­te­ri­um für wirt­schaft­li­che Zu­sam­men­ar­beit und Ent­wick­lung (BMZ) un­ter­stützt den G7 (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen)-Ak­ti­ons­plan und die G20 (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen)-Ak­ti­vi­tä­ten zur Be­kämp­fung der Mee­res­ver­mül­lung.

Mit sei­nem ei­ge­nen 10-Punk­te-Ak­ti­ons­plan "Mee­res­schutz und nach­hal­ti­ge Fi­sche­rei" will das BMZ da­zu bei­tra­gen, die Ur­sa­chen von Mee­res­ver­schmut­zung zu be­sei­ti­gen. Da­für baut es die um­welt­po­li­ti­sche Zu­sam­men­ar­beit mit sei­nen Part­ner­län­dern aus und ent­wi­ckelt mit ih­nen mo­dell­haf­te An­sät­ze ei­ner in­te­grier­ten Ab­fall­wirt­schaft. 

Darüber hinaus engagiert sich das BMZ für den Wissensaustausch zwischen Entwicklungs- und Schwellenländern und für Partnerschaften mit der Privatwirtschaft, Wissenschaft, Zivilgesellschaft und anderen öffentlichen Institutionen. Um Meeresmüll zu vermeiden, ist der Aufbau einer Kreislaufwirtschaft essenziell. Da diese auf der Zusammenarbeit verschiedenster Sektoren über Ländergrenzen hinweg basiert, verfolgt das BMZ den Ansatz "von der Quelle bis zur Mündung" (Source-to-Sea), der alle relevanten Akteure in die Entwicklung von nachhaltigen und ganzheitlichen Lösungen einbezieht.