Minister Müller zum Weltfrauentag "Coronakrise wirft Gleichberechtigung weltweit um Jahre zurück."

Pressemitteilung vom 8. März 2021 | "Corona und seine Folgen werfen die Gleichberechtigung weltweit um Jahre zurück": Zum Internationalen Weltfrauentag am 8. März fordert Entwicklungsminister Gerd Müller, gerade in der Krise für die Rechte und Chancen von Frauen weltweit zu kämpfen.

Bundesentwicklungsminister Gerd Müller im Gespräch mit einer Frau, die vor Boko Haram geflohen ist. Das Foto entstand am 3.2.2020 im Flüchtlingslager Teachers Village in Nigeria.

Bundesentwicklungsminister Gerd Müller im Gespräch mit einer Frau, die vor Boko Haram geflohen ist. (Das Foto entstand am 3.2.2020 im Flüchtlingslager Teachers Village in Nigeria.)

Bundesentwicklungsminister Gerd Müller im Gespräch mit einer Frau, die vor Boko Haram geflohen ist. (Das Foto entstand am 3.2.2020 im Flüchtlingslager Teachers Village in Nigeria.)

"Die Corona-Pandemie verstärkt die Ungleichheit weltweit: Die Folgen der Krise treffen vor allem die Ärmsten und die Frauen. Sie haben als erste ihre Jobs verloren. Die dramatische weltweite Hunger- und Wirtschaftskrise führt auch dazu, dass schätzungsweise 13 Millionen Mädchen zu Früh- oder Zwangsheiraten gedrängt werden. Durch die Lockdowns steigt zudem die häusliche und sexuelle Gewalt. Experten rechnen mit bis zu 30 Millionen zusätzlichen Fällen. Das ist nicht hinnehmbar. Jeder einzelne Fall ist einer zu viel! Die Teilhabe von Frauen am wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Leben zu stärken, ist auch der beste Weg, den Wiederaufbau nach der Corona-Krise anzugehen."

"Schon vor der Corona-Krise waren Frauen in Entwicklungsländern am härtesten betroffen", so Müller weiter. "Sie schuften häufig für einen Hungerlohn – in den Fabriken, um unsere Kleidung herzustellen oder auf den Feldern für unseren Kakao oder Kaffee. Mit dem Lieferkettengesetz schaffen wir jetzt die Grundlagen für faire Arbeitsbedingungen in unseren Lieferketten – damit Frauen endlich stärker selbst über ihr Leben bestimmen können.

Was das BMZ tut

  • In Reaktion auf die Covid-19-Pandemie hat das BMZ in zahlreichen Bereichen sein Engagement verstärkt und seine Beiträge zu UNFPA, UN Women und dem UN-Treuhandfond zur Beendigung von Gewalt gegen Frauen um 38 Millionen Euro erhöht.
  • Wir stärken die wirtschaftliche, gesellschaftliche und politische Teilhabe von Frauen und Mädchen durch Bildung und Ausbildung und durch gezielte Förderung von Unternehmerinnen, wie zum Beispiel im Rahmen der Women Entrepreneurs Finance Initiative (We-Fi), die Deutschland mit 50 Millionen Euro unterstützt.
  • In diesem Jahr startet das Entwicklungsministerium zusammen mit der Globalen Bildungspartnerschaft und der Kinderrechtsaktivistin Malala Yousafzai eine Mädchenbildungsinitiative. Die Kampagne "SHE – Support Her Education" unterstützt benachteiligte Mädchen und junge Frauen in Schwellen- und Entwicklungsländern dabei, die Schule zu besuchen und einen Abschluss machen zu können.