Solarkraftwerk in einer Wüste

Zukunft made in Germany Positive Zwischen­bilanz bei Um­setzung der Natio­nalen Wasser­stoff­strategie 

Pressemitteilung vom 22. September 2021 | Rund ein Jahr nach der Verabschiedung der Nationalen Wasserstoffstrategie zieht das Bundeskabinett heute mit einem Bericht eine positive Zwischenbilanz der bisherigen Umsetzung. 

Grüner Wasserstoff ist ein zentraler Bau­stein für das Gelingen der Energie­wende in Deutsch­land, aber auch für die Erreich­ung der nationalen und globalen Energie- und Klima­ziele. Der weitere Markt­hochlauf von Wasser­stoff­technologien und die Verfüg­barkeit ausreichender Import­mengen sind die zwei entscheidenden Hebel, an denen weiter mit ganzer Kraft gearbeitet werden muss. Wasserstoff ist entscheidend für die Dekarbon­isierung der Stahl- und Chemie­industrie, aber auch des Verkehrs­sektors. Zugleich sind Wasserstoff­technologien zunehmend wichtig für die deutsche Export­wirtschaft. Eine starke Energie­forschung trägt dazu bei, dass Innovationen in diesem Bereich vorbereitet und der Transfer in den Markt beschleunigt werden. 

Der Bundesminister für wirtschaftliche Zusammen­arbeit und Entwicklung, Dr. Gerd Müller: "Unsere Klimaziele erreichen wir nur zusammen mit den Ent­wicklungs­ländern. Grüner Wasser­stoff benötigt riesige Mengen an erneuerbaren Energien. Die Voraus­setzungen für die Produktion sind in vielen Ländern des Südens ideal – zum Beispiel in Nord­afrika oder Brasilien. Wir arbeiten daran, in spätestens fünf Jahren die Wasserstoff­produktion dort im industriellen Umfang zu starten. Das ist ein wirksamer Beitrag für den Klimaschutz und Arbeitsplätze vor Ort und stärkt die deutsche Technologie­führer­schaft. Und es zeigt: Vorreiter in der Klima­politik zu sein, heißt, auch in eine globale Energie­wende zu investieren."

Bundesminister für Wirtschaft und Energie, Peter Altmaier: "Wir haben im Juni 2020 erfolgreich den Startschuss für Wasser­stoff­techno­logien made in Germany gegeben. Seither haben wir viel geschafft. Wir stellen über acht Milliarden Euro für 62 Wasserstoff­projekte zur Verfügung, davon rund zwei Milliarden für die Stahl­industrie. So geht Zukunft made in Germany! So fördern wir Arbeits­plätze, Wachstum und Klimaschutz."

Bundesminister für Verkehr und digitale Infra­struktur, Andreas Scheuer: "Wir brauchen Wasser­stoff, um die Klima­schutz­ziele im Verkehrs­bereich zu erreichen. Deshalb treiben wir bereits seit über einem Jahrzehnt im Rahmen des Nationalen Innovations­programms Wasser­stoff- und Brennstoff­zellen­techno­logie die Forschung und Entwicklung sowie Maßnahmen der Markt­aktivierung voran und haben bereits mehr als 1,3 Milliarden Euro bereitgestellt. Wichtig ist jetzt, dass es wirtschaftliche Projekte auf dem Markt gibt. Wasserstoff muss für die Menschen erlebbar werden. Genau an dieser Stelle haben wir mit unserer Strategie angesetzt und die gesamte Wert­schöpfungs­kette in den Blick genommen – von der Erzeugung, Speicherung, Infrastruktur bis zur Anwendung in Fahrzeugen. Mit dem Aufbau der Innovations- und Technologie­zentren Wasserstoff gehen wir gezielt auf die Bedürfnisse der Industrie ein und unterstützen den Aufbau einer eigenen Brenn­stoffzellen­produktion in Deutschland. Das bietet eine Zukunfts­perspektive für die deutsche Fahrzeug­industrie und sichert viele Arbeitsplätze." 

Bundesministerin für Bildung und Forschung, Anja Karliczek: "Deutschland bleibt Energie­importland. Daher müssen wir rasch mit unseren ausländischen Partnern die Liefer­ketten für Grünen Wasserstoff bilden. Zugleich gilt es, in Deutschland Elek­trolyse­kapazi­täten aufzubauen und industrielle Schlüssel­prozesse auf Grünen Wasserstoff umzustellen – hier müssen wir noch ehrgeiziger und vor allem mutiger werden. Nur so sichern wir Wohlstand und Arbeits­plätze. Dafür brauchen wir Investitionen in Innovationen. Hier haben wir schon viel auf den Weg gebracht: Mit den BMBF-Leitprojekten sind vielbeachtete Flaggschiff­projekte zu zentralen Herausforderungen der Wasserstoff­wirtschaft gestartet. Und mit Initiativen zum Aufbau von globalen Wasser­stoff­lieferketten wie dem Wasser­stoffatlas für Afrika sowie Machbarkeits­­studien mit Partnern in Australien wird die Forschung zum Impulsgeber für den Export von Wasserstoff­lösungen 'made in Germany'."

Der Bericht ist hier (Externer Link) abrufbar.