Dritte Infektions­welle Minister Müller: "Wir lassen Namibia im Kampf gegen Corona nicht allein"

Pressemitteilung vom 12. Juli 2021 | Berlin – Vor dem Hinter­grund der sich ver­schlim­mernden Coro­na-Lage in vielen afrika­ni­schen Ländern und besonders in Namibia erklärt Bundes­ent­wick­lungs­minister Gerd Müller:

Titelblatt: Umsetzung des Corona-Sofortprogramms

Umsetzung des Corona-Sofortprogramms Dateityp pdf Sachstandsdatum 06/2021 Dateigröße 2 MB Seiten 31

Dateityp PDF | Sachstandsdatum 06/2021 | Dateigröße 2 MB, Seiten 31 Seiten

"Afrika wird gerade von einer dritten Infek­tions­welle heim­gesucht, die laut Schät­zun­gen mehr Opfer fordern wird als die zweite Welle. Auch Namibia befindet sich in dieser dritten Welle. Die täglichen Neu­infek­tionen und die Todes­zahlen in dem Land sind zuletzt stark gestiegen. Wir stehen mit den namibischen Behörden in engem Kontakt, um schnelle Hilfe zu organisieren.

Vor kurzem konnten 462.000 OP-Masken aus Beständen der Bundes­regie­rung über­geben werden. Zusätz­lich bereiten wir mehrere Hilfs­liefe­rungen im Wert von über elf Millionen Euro vor. Das Paket umfasst rund 50 Beat­mungs­geräte, Kranken­betten, Test­kits, Schutz­aus­rüstung und Masken. Der erste Teil dieser Lieferungen wurde am 8. Juli in Windhuk übergeben. Außerdem planen wir in der Bundes­regierung, gezielt Impf­dosen nach Namibia abzugeben.

Corona ist auch eine Pandemie der Armut. Über 100 Millionen Menschen sind nach Schätzungen der Welt­bank im vergangenen Jahr durch Corona in extreme Armut zurück­gefallen, viele weitere in diesem Jahr. Während die Armut in vielen Teilen der Welt wieder zurück­gehen wird, steigt sie in Afrika weiter. Deshalb hat auch Namibia schon im vergan­genen Jahr Unter­stützung aus unserem Coro­na-Sofort­pro­gramm erhalten.

Seit 2020 konnten wir 43 Millionen Euro für Maß­nahmen zur Pan­demie­bekämp­fung zur Verfü­gung stellen. Dazu gehört auch, dass wir die wirt­schaft­lichen und sozialen Folgen der Pandemie abfedern. So unterstützen wir vor allem kleine und mittel­stän­dische Firmen, mit Krediten, Trainings und Zuschüssen, und die Natio­nal­parks und weitere Schutz­gebiete. So können die Arbeits­plätze der Mit­arbeite­rinnen und Mitarbeiter geschützt und die Bio­diversität weiter erhalten werden. Auch für dieses Jahr stehen aus unserem Coro­na-Sofort­pro­gramm Mittel in vergleichbarer Höhe für Namibia zur Verfügung."