Impf-Patentschutz Minister Müller fordert Milliarden-Investitionen für Weltimpfprogramm

6. Mai 2021 | Entwicklungsminister Gerd Müller: "Nur eine weltweite Impfkampagne ist der Weg aus der Krise. Entscheidend ist, dass schnell mehr Impfstoff produziert und auch verteilt wird. Die Aussetzung von Corona-Impfstoffpatenten alleine sorgt noch nicht für eine einzige zusätzliche Impfdose. Wir müssen vielmehr COVAX zu einem umfassenden Weltimpfprogramm ausbauen – mit dem Ziel, bis Ende 2021 30 Prozent der Risikogruppen auch in Entwicklungsländern zu impfen."

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Minister Müller weiter: "Dazu müssen die Pro­dukt­ions­ka­pa­zi­täten welt­weit aus­gebaut werden. Das ist möglich, bedarf aber eines In­ves­ti­tions­pro­gramms von mindestens zehn Milliarden Dollar. Indien könnte beispiels­weise bei ent­sprechender Unter­stützung seine Produktion sehr schnell verdoppeln.

Zweitens müssen alle Export­restrik­tionen bei Impf­stoffen beendet werden. Denn das führt derzeit zu den gra­vie­rend­sten Liefer­eng­pässen. Und drittens müssen die Über­kapazitäten in einigen wohl­habenden Ländern global verteilt werden. Manche Länder haben sich vier oder sogar sechs Impfdosen pro Person gesichert. Diesen Überbedarf gerecht zu verteilen, ist der schnellste Weg, dass so viele Menschen wie möglich geimpft werden können – vor allem auch in den ärmeren Ländern."