Kin­der­rech­te Bun­des­ent­wick­lungs­mi­nis­ter Gerd Mül­ler for­dert zum in­ter­na­tio­na­len Kin­der­tag am 1. Ju­ni 2020 mehr En­ga­ge­ment ge­gen Kin­der­ar­beit und Hun­ger

Bundesentwicklungsminister Gerd Müller mit einem Kind im Flüchtlingslager Kutupalong, Cox Bazar, bei seinem Besuch in Bangladesch am 26.02.2020.

Bundesentwicklungsminister Gerd Müller mit einem Kind im Flüchtlingslager Kutupalong, Cox Bazar, bei seinem Besuch in Bangladesch am 26.02.2020.

Bundesentwicklungsminister Gerd Müller mit einem Kind im Flüchtlingslager Kutupalong, Cox Bazar, bei seinem Besuch in Bangladesch am 26.02.2020.

Pressemitteilung vom 31. Mai 2020 | "Kinder in den Flüchtlingscamps und Hungerregionen der Welt leiden wegen der Corona-Krise noch stärker als sonst. Über eine Milliarde Kinder können nicht zur Schule gehen und viele verlieren so die einzige warme Mahlzeit am Tag. Deswegen müssen wir die Nahrungsmittelhilfen zum Überleben verstärken. Kinder brauchen eine Zukunft. Deswegen können wir es auch nicht länger einfach hinnehmen, dass 70 Millionen Kinder in den Entwicklungsländern unter ausbeuterischen Bedingungen schuften müssen – auch für unsere Konsumgüter. Das ist moderne Sklaverei. Sie schuften für Ressourcen wie Coltan, Kupfer oder Kobalt, ohne die kein Auto oder Computer bei uns hergestellt werden kann. Oder arbeiten für wenige Cent den ganzen Tag auf der Plantage für unseren Kaffee oder Bananen, statt in die Schule gehen zu dürfen. Hier muss ein Umdenken stattfinden. Deswegen setze ich mich gemeinsam mit vielen Hilfsorganisationen für faire Lieferketten und ein Verbot von Kinderarbeit ein. Jede und jeder kann dies unterstützen und zu fairen Produkten greifen oder Initiativen für Kinder unterstützen – wie beispielsweise 1000 Schulen für eine Welt."

1000 Schulen für unsere Welt (Externer Link) ermöglicht mit circa 50.000 Euro den Bau einer Schule und Kindern Ausbildung und Zukunft. Nach gut einem Jahr sind so bereits über 100 Schulbauprojekte in über 20 Ländern angestoßen und über drei Millionen Euro Spendengelder gesammelt worden.

Die Landwirtschaft ist der größte Sektor für Kinderarbeit, vor Dienstleistung und der Industrie. Die schlimmsten Formen der Kinderarbeit finden sich unter anderem in Minen in Zentralafrika, beim Einsatz von Kindern als Soldaten und in der Prostitution. Experten gehen von einer hohen Dunkelziffer aus. Kinder in Konflikt- und Krisenregionen müssen überdurchschnittlich häufig arbeiten, da viele von ihnen ihre Eltern verloren haben und auf sich alleine gestellt sind.