Minister Müller zum Weltwassertag Jedes fünfte Kind weltweit hat nicht genügend Wasser!

22. März 2021 | Berlin – Der Wasserverbrauch weltweit wird sich bis 2050 verdoppeln. Gleichzeitig steht wegen des Klimawandels vielerorts weniger Wasser zur Verfügung. "Wert des Wassers" ist daher das Motto des diesjährigen Weltwassertags (Externer Link) am Montag, 22. März.

Standbild aus dem BMZ-Video: Wasser ist Leben | Statement der Parlamentarischen Staatssektretärin Maria Flachsbarth zum Weltwassertag

Wasser ist Leben Die Parla­men­tari­sche Staats­sekre­tärin Maria Flachs­barth zum Welt­wassertag

22. März 2021 | Die UN wollen bis 2030 allen Menschen auf der Welt einen sicheren Zugang zu sauberem Wasser und zu Sanitär­leistungen schaffen. Auch Deutschland engagiert sich dafür.

Dazu erklärte Entwicklungsminister Müller: "Wasser ist die Grundlage allen Lebens. Aber leider ist Wasser für viele keine Selbstverständlichkeit. 450 Millionen Kinder haben weltweit laut UNICEF nicht genügend Wasser – jedes fünfte Kind! In der Corona-Krise, in der Händewaschen noch wichtiger ist als sonst, ist das eine zusätzliche Gefahr. Die Weltgemeinschaft muss sich noch stärker engagieren, bis 2030 allen Menschen Zugang zu sauberem Wasser zu ermöglichen. Deutschland geht hier voran: Jedes Jahr ermöglichen wir über zehn Millionen Menschen Zugang zu sauberen Trinkwasser und Sanitärversorgung." 

"Besonders in Flüchtlingslagern ist diese Arbeit überlebenswichtig", so Müller weiter. "Im Krisenbogen um Syrien, wo Wasser ein knappes Gut ist, ist die Verteilung und Bewirtschaftung des Trinkwassers zentral, um Konflikten vorzubeugen. Dort konnten wir in den letzten Jahren 11 Millionen Menschen mit sauberem Trinkwasser versorgen. Allein im großen Flüchtlingslager Zaatari in Jordanien wurde für 80.000 Menschen die Trink- und Abwasserversorgung ausgebaut."

Beispiele aus der deutschen Ent­wicklungs­zusammen­arbeit:

Ein Junge zapft im jordanischen Flüchtlingslager Zaatari Wasser aus einem Tank.
Ein Junge zapft im jordanischen Flüchtlingslager Zaatari Wasser aus einem Tank.

In Benin wurde für 200.000 Menschen in ländlichen Gebieten die Trinkwasserversorgung hergestellt. Zudem wurde die Wasserqualität an bestehenden Wasserversorgungsanlagen für über 1,5 Millionen Menschen verbessert. 

Mosambik ist stark vom Klimawandel betroffen, es kommt immer wieder zu starken Überflutungen. Daher unterstützt die deutsche Entwicklungszusammenarbeit den Bau eines Deich-Durchlasses gegen Überflutungen und die Rehabilitierung des Flusslaufes des Rio Chiveve.

In Südafrika unterstützt Deutschland die Modernisierung der Kläranlagen in Kapstadt. Dadurch wird die Menge des nutzbaren Wassers für Bevölkerung, Landwirtschaft und Industrie erhöht – gerade in Zeiten von zunehmenden Dürren eine wichtige Voraussetzung für eine klimaresiliente Wasserversorgung.