Menschenrechte Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen

Pressemitteilung vom 25. November 2021 | Berlin – Eine der häufigsten Menschen­rechts­ver­letzungen ist Gewalt gegen Frauen. Die deutsche Ent­wick­lungs­zu­sam­men­ar­beit investiert weltweit 15 Millionen Euro, um Gewalt­taten wie etwa weibliche Genital­ver­stümmelung besser zu verhindern und Frauen, die Opfer von Gewalt ge­worden sind, medizinisch, rechtlich und psychosozial zu betreuen.

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Symbolfoto: Eine Frau hält abwehrend ihre Hände vor ihren Kopf um sich zu schützen

Bundesentwicklungsminister Gerd Müller: "Weltweit erlebt jede dritte Frau in ihrem Leben mindestens einmal körper­liche oder sexuali­sierte Gewalt. Die Corona-Krise hat die Lage dramatisch ver­schärft: Durch die Lock­downs ist häusliche und sexuelle Gewalt gegen Frauen an­ge­stiegen. Experten rechnen mit bis zu 30 Millionen weiteren Fällen. Durch die welt­weite Hunger- und Wirt­schafts­krise werden schätzungs­weise 13 Millionen Mädchen zu Kinder­heiraten ge­drängt. Das können wir nicht einfach so hin­nehmen. Wir müssen viel stärker für die Rechte und Chancen von Frauen welt­weit kämpfen. Deutsch­land unter­stützt den Kampf gegen Gewalt an Frauen mit weiteren 15 Millionen Euro, ins­be­sondere über  lokale Frauen­rechts­organisationen. Denn Bildung und Gleich­be­rech­tigung sind der Schlüssel für ein selbst­be­stimmtes Leben von Frauen."

Das Bundes­ent­wick­lungs­ministerium (BMZ) erhöht zum einen die Unter­stützung für den UN-Treu­hand­fonds zur Be­endi­gung der Gewalt gegen Frauen und Mädchen um 2,5 Millionen auf nun insgesamt 5,7 Millionen Euro (bis 2023). Der Fonds feiert in diesem Jahr sein 25-jähriges Be­stehen.

Zum anderen fördert das BMZ zwei afrikanische Re­gio­nal­pro­gramme zur Prä­ven­tion von ge­schlechts­ba­sierter Gewalt. Dabei geht es um eine bessere Prä­ven­tion von weib­licher Genital­ver­stümmelung (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) in Ost­afrika (7,3 Millionen Euro) sowie um die Prä­ven­tion von Gewalt gegen Frauen und Mädchen im süd­lichen Afrika (zwei Millionen Euro).

Zudem hat das Ent­wick­lungs­ministerium in diesem Jahr die Mädchen­bil­dungs­initiative "SHE – Support Her Education" auf den Weg ge­bracht. Zu­sammen mit der Globalen Bildungs­partner­schaft und der Kinder­rechts­aktivistin Malala Yousafzai werden be­nach­teiligte Mädchen und junge Frauen in Schwellen- und Ent­wick­lungs­ländern dabei unter­stützt, die Schule zu be­suchen und einen Abschluss zu machen.