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Verhandlungen Gespräche zwischen der Bundes­regierung und der Afrikanischen Union – Pandemie­bekämpfung und Frei­handel im Fokus

Addis Abeba, 21. September 2021 – Mit neuen Zusagen vor allem in den Be­reichen Corona­be­kämpfung und regionale wirt­schaft­liche In­te­gra­tion sind die Ver­hand­lungen zwischen der Kommission der Afrikanischen Union (AU) und dem Bundes­ministerium für wirt­schaft­liche Zu­sammen­arbeit und Ent­wicklung (BMZ) erfolg­reich ab­ge­schlossen worden. 

Beide Seiten unter­strichen die ver­heeren­den Aus­wir­kungen der Corona­pandemie auch auf die wirt­schaft­liche Lage auf dem Kontinent. Sie stimmten überein, dass der Zugang zu Impf­stoffen und die Zu­sammen­arbeit im Bereich der Pan­de­mie­be­kämpfung zu den dring­lichsten ge­mein­samen Auf­gaben zählen.  

Konkret vereinbart wurde die Stärkung des Afrikanischen Zentrums für Seuchen­kon­trolle (Africa CDC) als zentrale Einrichtung zur Ko­or­di­nie­rung der afrikanischen Re­ak­tion auf die Pan­demie. Darüber hinaus wurde ein Förder­kredit in Höhe von 250 Millionen Euro für die Be­schaffung von Impfstoffen und auch die Unterstützung der lokalen Produktion von Impf­stoffen angekündigt.

Beide Seiten betonten außerdem das große Potenzial einer stärkeren wirtschaftlichen Integration des Kontinents – insbesondere durch die Etablierung der afrikanischen Freihandelszone (AfCFTA).

Das BMZ sagte im Rahmen der Regierungs­verhandlungen 29 Millionen Euro für die Unterstützung der AfCFTA zu. Im Fokus der Zusammenarbeit stehen die Beseitigung technischer Handels­hemmnisse und der Aufbau von Qualitäts­infrastruktur. 

Die Verhandlungen sind Teil eines fortgesetzten politischen Dialogs zwischen der AU und der deutschen Regierung. Die letzten Konsul­tationen zur Entwicklungs­zusammenarbeit fanden im November 2020 statt.

Mit dem von Deutschland zugesagten Gesamtbetrag von 74,3 Millionen Euro an neuen Mitteln im Jahr 2021 werden neben den oben genannten Themen noch folgende Bereich gefördert: Unterstützung der Afrikanischen Friedens- und Sicherheits­architektur (APSA), Förderung von Arbeits­migration innerhalb des afrikanischen Kontinents und der Aufbau grenz­überschreit­ender grüner Infra­struktur­korridore. 

Die nächsten Verhandlungen sollen 2022 in Addis Abeba stattfinden.