Welttag gegen Kinderarbeit Gerd Müller fordert faire Fußball-EM 

11. Juni 2021 | Berlin – Zum Start der Fußball-EM und dem Tag gegen Kinderarbeit erklärte Bundesminister Gerd Müller: "Morgen ist der internationale Tag gegen Kinderarbeit. Seit 20 Jahren nimmt Kinderarbeit erstmals wieder zu!"

Gerd Müller mit Fußball am Rande der 234. Sitzung des Deutschen Bundestages im Reichstagsgebäude
Gerd Müller mit Fußball am Rande der 234. Sitzung des Deutschen Bundestages im Reichstagsgebäude
Minister Müller, Heil und Altmaier (von links) bei einer Pressekonferenz zum Lieferkettengesetz am 12. Februar 2021

"Wir können es nicht einfach so hinnehmen, dass 160 Millionen Mädchen und Jungen weltweit in Textil-, Lederfabriken oder auf Kaffeeplantagen arbeiten müssen – das ist jedes 10. Kind! Viele von ihnen schuften auch für unsere Produkte.

Das heute verabschiedete Lieferkettengesetz ist ein wichtiger Schritt, das zu ändern. Das Verbot von Kinder- und Zwangsarbeit muss in den Lieferketten unserer Produkte eingehalten werden. Made in Germany steht ab jetzt nicht nur für höchste Qualität, sondern auch für Menschenrechte und faire Produktion – weltweit!

Das sollte auch für die heute beginnende Fußball-EM gelten. Künftig sollte jede EM oder WM fair sein: mit fair produzierten Nationaltrikots und Fußbällen nach sozialen und ökologischen Mindeststandards. Und Kinderarbeit muss garantiert ausgeschlossen sein!

Gerade in Jahren einer EM oder WM werden bis zu 60 Millionen Fußbälle im Norden Pakistans hergestellt – viel zu oft sind die Eltern aus Armut gezwungen, auch ihre Kinder arbeiten zu lassen, um das Familien-Einkommen zu steigern.

Denn der Sport hat eine unglaubliche Vorbildfunktion. Der DFB sollte vorangehen und die EM 2024 zu einer fairen und nachhaltigen EM machen! Das wäre ein starkes Signal in Deutschland und der Welt.“