Generation Equality Forum  Minister Müller: Deutschland verstärkt Projekte für wirtschaftliche Teilhabe von Frauen

Berlin – Beim heutigen Gipfel des Generation Equality Forums (Externer Link) in Paris hat Bundeskanzlerin Angela Merkel Unterstützung in Höhe von 140 Millionen Euro an neuen Mitteln, insgesamt 240 Millionen Euro für die wirtschaftliche Stärkung von Frauen und Mädchen weltweit angekündigt.

Logo: Generation Equality Forum
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Zum deutschen Engagement äußert sich Bundesentwicklungsminister Gerd Müller:

"Corona ist ein Rückschlag für die Gleichberechti­gung und die Rechte der Frauen weltweit. Frauen haben als erste ihre Jobs verloren, fast 50 Millionen Frauen weltweit fallen zurück in die Armut. Geschätzt 13 Millionen Mädchen werden zu Früh- und Zwangsheiraten gedrängt. Schon vor Corona waren Frauen in Entwicklungs­ländern am härtesten betroffen: Viele Frauen schuften für einen Hungerlohn – in den Fabriken, um unsere Kleidung herzustellen, oder auf den Feldern für unseren Kakao und Kaffee. Wir verschenken ein unglaubliches Potenzial, wenn wir die Gleich­berechtigung nicht voranbringen.

Deutschland setzt sich deshalb dafür ein, dass Frauen weltweit stärker am wirtschaft­lichen und gesellschaftlichen Leben teilhaben können. Das ist der beste Weg, den Wiederaufbau nach der Corona-Krise anzugehen.

Die Zusage der Bundes­kanzlerin ist ein wichtiges Zeichen dafür. Deutschland unterstützt damit zum Beispiel Unternehme­rinnen dabei, ihr Unternehmen auf- und auszubauen – über die Women Entrepreneurs Finance Initiative. Die Initiative setzt ihre Projekte in über 60 Ländern um und unterstützt damit über 130.000 Unternehmerinnen. Diese Erfolge wollen wir weiter ausbauen! 

Und mit dem Lieferkettengesetz schaffen wir jetzt die Grundlagen für faire Arbeitsbedingungen in unseren Lieferketten – damit Frauen endlich stärker selbst über ihr Leben bestimmen können."

Das Generation Equality Forum wird von UN Women, Frankreich und Mexiko in Zusammenarbeit mit Vertreterinnen und Vertretern aus mehr als 100 Ländern und der Zivilgesellschaft getragen. Es handelt sich um einen Multi-Stakeholder-Prozess, der auf die internationalen Rückschläge beim Thema Frauenrechte reagiert. Ziel ist es, die Gleichstellung der Geschlechter für diese Generation, also spätestens bis 2030, zu erreichen.

Der am Mittwoch stattfindende Gipfel ist der Startpunkt: Er bündelt die Anstrengungen aller Partner dieser Multi-Akteurs-Partnerschaft. Hier werden die Verpflichtungen der teilnehmenden Staaten, Nichtregierungs­organisationen, Stiftungen und Unternehmen für die nächsten fünf Jahre verkündet.