Innovation zahlt sich aus PolyCare Research Technology und HELIOZ erhalten den Deut­schen Unter­nehmens­preis für Ent­wick­lung 2021

Pressemitteilung vom 2. Juni 2021 | BerlinDer Deutsche Unternehmens­preis für Entwicklung 2021 geht an die Firmen PolyCare Research Technology und HELIOZ. Norbert Barthle, Parlamen­tarischer Staats­sekretär beim Bundesminister für wirt­schaftliche Zusammen­arbeit und En­twicklung, übergab den Preis am 1. Juni im Rahmen des 14. German-African Energy Forum des Afrika-Vereins der deutschen Wirt­schaft in Hamburg.

Norbert Barthle, Parlamentarischer Staats­sekretär im Entwicklungs­ministerium: "Die Bundesregierung unter­stützt das Engagement der Privat­wirtschaft dort, wo unter­nehmerische Chancen und entwicklungs­politischer Handlungs­bedarf zusammen­treffen. Allein erreichen wir nicht viel – die Privat­wirtschaft ist einer unserer wichtigsten Partner bei der Verwirk­lichung von Entwicklung in den Ländern. Sie gibt den Menschen mit dem erarbeiteten Lohn nicht nur eine finanzielle Grundlage für deren Leben, sondern auch die Möglichkeit, sich ganz persönlich zu entwickeln, und Perspektiven in ihrer Heimat. Sie ermöglicht ein anderes, neues Selbstbewusstsein."

Der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Norbert Barthle, überreicht den Deutschen Unternehmenspreis für Entwicklung 2021 an den Geschäftsführer und Gründer von PolyCare Research Technology Dr. Gerhard Dust (links).
Der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Norbert Barthle, überreicht den Deutschen Unternehmenspreis für Entwicklung 2021 an den Geschäftsführer und Gründer von PolyCare Research Technology Dr. Gerhard Dust (links).

Preisträger in der Kategorie "Wirtschaft für Entwicklung" ist PolyCare Research Technology GmbH & Co. KG aus dem thüringischen Suhl/Gehlberg. Das Unternehmen beschäftigt sich mit der Entwicklung neuer Technologien und Werkstoffe. Das Unternehmen erhält die Aus­zeichnung, da es dank vorgefertigter, steckbarer Bausteine Menschen überall auf der Welt die Möglich­keit gibt, Wohn- und Nutzgebäude zu bauen. Die Bausteine bestehen aus Poly­merbeton, der ohne Wasser oder Zement, dafür auf Basis bisher nicht verwendeter Füllstoffe wie Wüsten­sand hergestellt wird. In Namibia arbeiten mittlerweile 35 Menschen in der Produktion. Das Preisgeld nutzt PolyCare, um mit Architekten und Studierenden in Workshops ein Muster­gebäude zu errichten und die Architektur auf weitere Kultur­kreise anzupassen. Das Projekt wird zusammen mit dem Forschungs­zentrum für Design und Architektur in Boisbuchet in Frankreich umgesetzt.

Der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Norbert Barthle, überreicht den Deutschen Unternehmenspreis für Entwicklung 2021 an HELIOZ-Gründer Martin Wesian (links).
Der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Norbert Barthle, überreicht den Deutschen Unternehmenspreis für Entwicklung 2021 an HELIOZ-Gründer Martin Wesian (links).

Preisträger in der Kategorie "Innovation für Entwicklung" ist HELIOZ GmbH mit Sitz in Wien. Ausgezeichnet wird das öster­reichische Unter­nehmen für die Entwicklung einer einfachen und umwelt­freund­lichen Lösung zur Wasser­desinfektion. Sie soll 50.000 Haushalten im ländlichen Indien den Zugang zu sauberem Trink­wasser ermöglichen. Das mit Solar­zellen betriebene UV-Messgerät WADI wird neben eine wasser­gefüllte Glas- oder PET-Flasche gelegt, die der Sonne ausgesetzt ist. Das Gerät zeigt an, wann das Wasser trinkbar ist. Die Methode wurde von der Welt­gesundheits­organisation (WHO) getestet und als wirksam eingestuft. Zusätzlich lassen sich dank dieser Art der Wasser­aufberei­tung bis zu 100.000 Tonnen CO2-Emissionen pro Jahr einsparen, da das sonst übliche Abkochen des Wassers mithilfe von Feuerholz entfällt. Weitere Plus­punkte: Durch Wasser übertragbare Krankheiten, die Kinder­sterblichkeit und medizinische Behandlungs­kosten werden verringert und insbesondere die jungen Frauen, denen die Beschaffung und Des­infektion von Wasser haupt­sächlich zufällt, werden unterstützt. 

Der Deutsche Unter­nehmens­preis für Entwicklung zeichnet besonderes unter­nehmerisches Engagement in Entwicklungs- und Schwellen­ländern aus. Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammen­arbeit und Entwicklung und die Carl Duisberg Gesellschaft e.V. verleihen den Preis gemeinsam, er wird in zwei Kategorien vergeben und ist mit jeweils 30.000 Euro dotiert.