Ein Mann blättert in einem Aktenordner mit Unterlagen, der auf einem Tisch liegt.

Datenqualität gesteigert Deutsche Entwicklungszusammenarbeit verbessert sich beim internationalen Transparenz-Ranking

13. Juli 2022 | Berlin – Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) hat sich im Ranking des Aid Transparency Index (ATI) deutlich verbessert. Das hat die Kampagne Publish What You Fund bei der Vorstellung des Index am Mittwoch bekannt gegeben.

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 Die Tastatur eines Taschenrechners

Transparenz für mehr Wirksamkeit Interner Link

Projekt- und Organisationsdaten zur bilateralen und multilateralen Entwicklungszusammenarbeit entsprechend dem IATI-Standard

Demnach hat sich die Bewertung der Transparenz der von der größten deutschen Entwicklungsorganisation GIZ (Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit) im Auftrag des BMZ umgesetzten Projekte im Vergleich zum vorherigen Wert von 72,3 Prozent noch einmal deutlich auf 79,3 Prozent verbessert. Im Vergleich zum letzten Ranking von 2020 sprang das BMZ mit seinem Auftragnehmer GIZ von Platz 18 auf Platz 11 um sieben Plätze nach oben. Insgesamt wurden 50 Organisationen bewertet.

Damit werden die Anstrengungen des BMZ zur Verbesserung von Datenqualität und Datenumfang sowie die nutzerfreundliche Aufbereitung der offenen Daten zur Arbeit des BMZ honoriert. Um die Nutzerfreundlichkeit weiter zu verbessern, entwickelt das BMZ aktuell auch ein Transparenzportal, in dem die Daten zu den Projekten des BMZ leichter auffindbar und visualisiert sein werden. Die Fertigstellung ist für dieses Jahr vorgesehen.

Der Aid Transparency Index der Nichtregierungsorganisation Publish What You Fund ist die weltweit bekannteste und wichtigste Erhebung zur Transparenz der größten Hilfs- und Entwicklungsorganisationen. Er wird alle zwei Jahre erhoben.

Die Nichtregierungsorganisation Publish What You Fund hat es sich zur Aufgabe gemacht, Transparenz in der Entwicklungszusammenarbeit im internationalen Vergleich regelmäßig öffentlich zu überprüfen. Die angesetzten Indikatoren werden alle zwei Jahre erhoben und stellen den Umsetzungsstand, die Qualität und die Quantität der veröffentlichten Daten gemäß dem Standard der internationalen Transparenz-Initiative IATI dar.

Gemeinsam mit der GIZ hat das BMZ seit dem letzten Ranking im Jahr 2020 die Datenqualität und den Umfang der veröffentlichten Daten sukzessive verbessert. Beispielsweise wurden die Informationen zu Zielbeschreibungen der Projekte im Datensatz erweitert. Außerdem wurden vereinzelte Datenlücken geschlossen. Einen substanziellen Punktezuwachs gab es darüber hinaus durch die Einbeziehung der veröffentlichten Projektevaluierungen in die Bewertung des ATI. Durch diese Bemühungen werden die Daten zunehmend aussagekräftiger.

Damit verfolgt das BMZ das Ziel, die eigenen Projekt- und Finanzdaten der Entwicklungszusammenarbeit noch transparenter gegenüber der nationalen und internationalen Öffentlichkeit zu machen. Auf diese Weise soll der datenbasierte Dialog, das Vertrauen und die Koordination der Entwicklungszusammenarbeit mit den Partnern des BMZ im In- und Ausland gefördert werden. Darüber hinaus stärken die offenen Daten die Rechenschaftslegung sowie den Austausch von Wissen und Erfahrungen weltweit.