Deutsche G7-Präsidentschaft Start des G7-Entwicklungsminister*innen-Treffens in Berlin

Gemeinsame Antworten auf Ernährungs- und Klimakrise finden  

Pressemitteilung vom 18. Mai 2022 | Berlin – Die Entwicklungsministerinnen und -minister der G7-Staaten kommen heute zu einem zweitägigen Treffen in Berlin zusammen, um gemeinsame entwicklungspolitische Antworten auf die aktuellen Herausforderungen zu besprechen – von der Ernährungskrise über den Klimawandel bis hin zum Wiederaufbau einer freien Ukraine. Ein Teil des Treffens findet am Donnerstag mit den G7-Gesundheits­minis­ter*innen statt, um gemeinsam über Maßnahmen gegen die Covid-19-Pandemie und für krisenfeste Gesundheitssysteme zu beraten.

Bundesestwicklungsministerin Svenja Schulze spricht auf der Eröffnungspressekonferenz im Rahmen des G7-Treffens der Entwicklungsminister*innen in Berlin

Bundesentwicklungsministerin Svenja Schulze spricht auf der Eröffnungs­presse­konferenz im Rahmen des G7-Treffens der Entwicklungs­minister*innen in Berlin.

Bundesentwicklungsministerin Svenja Schulze spricht auf der Eröffnungs­presse­konferenz im Rahmen des G7-Treffens der Entwicklungs­minister*innen in Berlin.
Titelblatt: Gemeinsam für globale Ernährungssicherheit

Gemeinsam für globale Ernährungssicherheit

Dateityp PDF | Sachstandsdatum 05/2022 | Dateigröße 706 KB

Bundesentwicklungsministerin Svenja Schulze: "Die schrecklichen Folgen von Russlands Angriffskrieg gehen weit über die Ukraine hinaus. Darum schaut Deutschland in dieser Zeit nicht nur nach Osten, sondern auch nach Süden. Es drohen Hungersnöte, weil Putin den Hunger gezielt als Waffe einsetzt. Dem müssen wir ein neues Bündnis für globale Ernährungssicherheit entgegensetzen, das wir bei diesem Treffen beschließen wollen. Auch andere Krisen – die Corona-Pandemie, der Klimawandel, das Artensterben und die soziale Ungleichheit – sind immer noch da und verstärken sich zum Teil gegenseitig. Was mir Hoffnung macht: Putin hat uns als G7-Wertegemeinschaft noch enger zusammengebracht und wir werden uns den globalen Herausforderungen mit aller Kraft stellen."

Neben den Vertreter*innen der G7 hat Entwicklungsministerin Schulze auch den diesjährigen G20-Vorsitz Indonesien, Indien und Senegal sowie den Leiter des UN-Entwicklungsprogramms UNDP, Achim Steiner, und den Weltbankpräsidenten David Malpass eingeladen, um als Gäste an Teilen des Treffens teilzunehmen. Der ukrainische Premierminister Denys Schmyhal wird virtuell an der Sitzung zu den Folgen des Angriffskriegs Russlands gegen die Ukraine teilnehmen.

Themen auf der Agenda sind außer den Folgen des Angriffskriegs globale Ernährungssicherung, nachhaltige Infrastrukturinvestitionen, Klima- und Umweltschutz, sozial gerechte Transformation ("Just Transition"), globale Gesundheit und Geschlechtergerechtigkeit.

Auf dem Treffen soll das Bündnis für globale Ernährungssicherheit offiziell gestartet werden. Das Bündnis hatte Bundesentwicklungsministerin Svenja Schulze im April gemeinsam mit Weltbankpräsident Malpass vorgeschlagen, um neben zusätzlicher Finanzierung eine enge Koordination der Maßnahmen der internationalen Gemeinschaft zur Ernährungssicherheit zu gewährleisten. Außerdem beraten die G7 über "Just Energy Transition Partnerships". Diese sollen private und öffentliche Finanzierung in großem Umfang für konkrete Investitionen aktivieren, etwa für einen sozial gerecht gestalteten Kohleausstieg, für den Ausbau erneuerbarer Energien oder für die Schaffung neuer Jobs in den vom Wandel besonders betroffenen Regionen.

Am 19. Mai kommen die G7-Minister*innen  für Entwicklung und für Gesundheit zusammen, um über gemeinsame Maßnahmen der G7 zur Überwindung der Covid-19-Pandemie sowie verstärkte Pandemievorsorge zu beraten.

Der Gruppe der 7 (G7) gehören Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Japan, Kanada und die USA an. Auch die Europäische Union nimmt an den Treffen der G7 teil. Am 1. Januar 2022 hat Deutschland die einjährige Präsidentschaft der G7 von Großbritannien übernommen. Am 1. Januar 2023 wird Japan die Präsidentschaft der G7 übernehmen.