Internationaler Tag der Pressefreiheit Freie Medien dürfen nicht verstummen

Pressemitteilung vom 3. Mai 2022 | Berlin – Heute ist der Internationale Tag der Pressefreiheit. Aus diesem Anlass würdigt Bundesentwicklungsministerin Svenja Schulze die enorme Bedeutung von unabhängigen Medien weltweit – gerade in Kriegs- und Krisenzeiten.

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Mikrofone von Journalisten auf einer Pressekonferenz in Baku, Aserbaidschan

Entwicklungsministerin Schulze: „Neben dem physischen Angriffskrieg auf die Ukraine erleben wir derzeit auch eine Desinformations-Attacke, die global geführt wird. Die russische Regierung zielt darauf ab, Menschen mit Falschinformationen zu beeinflussen und Gesellschaften zu destabilisieren. Gerade in diesen konfrontativen Zeiten ist eine freie, leistungsfähige Presse von elementarer Bedeutung. Zensur, Propaganda und Desinformation kosten Menschenleben und verschärfen Konflikte und Polarisierung weltweit.

Der Krieg zeigt aber auch, wie gefährdet Journalistinnen und Journalisten sind, die vor Ort berichten. In Krisenzeiten geraten zudem viele Medienunternehmen unter Druck, wenn etablierte Geschäftsmodelle wegbrechen. Starke und unabhängige Medien sind ein Schlüssel zur Bewältigung von Krisen. Wir müssen alles dafür tun, damit sie nicht verstummen. Mit meiner Entwicklungspolitik will ich unabhängigen, professionellen Journalismus, pluralistische Mediensysteme und auch die Medienkompetenz der Menschen in unseren Partnerländern fördern. Denn freie Medien machen Gesellschaften krisenfester.“

Ob Krieg, Pandemie oder Bedrohung und Zensur durch autokratische Regime: Krisen stellen Medienschaffende und ihre Arbeitgeber weltweit vor große, teils existenzielle Herausforderungen, gerade in Zeiten, in denen sie am meisten gebraucht werden. Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) stärkt daher in Partnerländern gemeinsam mit der Zivilgesellschaft unabhängige Medien und den Zugang zu verlässlicher Information für alle Menschen. In Kooperation mit der Deutschen Welle Akademie als strategischem Partner unterstützt das Ministerium unter anderem die journalistische Aus- und Weiterbildung, Medienkompetenztrainings insbesondere für Kinder und Jugendliche und die Entwicklung nachhaltiger, digitaler Geschäftsmodelle.

In der Ukraine konzentrieren sich das BMZ und die Deutsche Welle Akademie derzeit auf Schulungen und Trainings rund um die physische, digitale, rechtliche und psychische Sicherheit von Medienschaffenden. Eine neue Zielgruppe sind außerdem lokale Produzentinnen und Produzenten, die mit den Korrespondentinnen und Korrespondenten internationaler Medien vor Ort zusammenarbeiten. Sie helfen mit Orts-, Sprach- und Sachkenntnis dabei, dass die Welt erfährt, was in der Ukraine geschieht.