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EITI

36. Sitzung des internationalen EITI-Vorstands in Bogotá: vier Länder suspendiert, Armenien neu aufgenommen

EITI Vorstandsitzung

14.03.2017 |

Die hohen Standards zur Transparenz im Rohstoffsektor werden durchgesetzt. Vom 8. bis zum 9. März 2017 fand in Bogotá, Kolumbien, die 36. Sitzung des internationalen Vorstands der Extractive Industries Transparency Initiative (EITI) statt. EITI ist eine globale Initiative für mehr Finanztransparenz und Rechenschaftspflicht bei der Erfassung und Offenlegung von Einnahmen, die beim Abbau von natürlichen Ressourcen entstehen. EITI wird in freiwilliger Selbstverpflichtung von den Regierungen rohstoffproduzierender Staaten gemeinsam mit zivilgesellschaftlichen Akteuren sowie Unternehmen und Kapitalanlegern umgesetzt (Multi-Stakeholder-Prozess). 51 Staaten implementieren derzeit die EITI.

Am ersten Sitzungstag wurde die Berichterstattung zu EITI auf Projektebene beschlossen. Durch projektgenaue Berichterstattung haben die von der Förderung der Rohstoffe betroffenen Menschen die Möglichkeit, direkt nachverfolgen zu können, welche Zahlungen die Unternehmen für das lokale Projekt abführen und welchen Beitrag sie damit zu sozioökonomischer Entwicklung leisten. Dies führt zu mehr Transparenz und versetzt die Bevölkerung in die Lage, beteiligte Unternehmen und die Regierung zur Verantwortung zu ziehen.

Armenien ist seit der EITI-Vorstandsitzung offiziell Beitrittskandidat der EITI. Vier Länder, Aserbaidschan, die Salomon Islands, Kirgisistan und Tadschikistan wurden vom EITI-Vorstand suspendiert, da sie bestimmte Aspekte des EITI-Standards nicht erfüllen. Mit entsprechenden Nacharbeiten können sie jederzeit wieder aufgenommen werden. Weitere Informationen zu Implementierung und Schwerpunkten der EITI 2017 sind im EITI Fortschrittsbericht festgehalten. Dem Thema Wirkungen von EITI wird dabei ein besonderes Augenmerk gewidmet.

Am Rande der Sitzung lud die kolumbianische Regierung zu einem Workshop zum Thema Beneficial Ownership, der mit Unterstützung des GIZ-Projekts „Regionale Kooperation zur nachhaltigen Gestaltung des Bergbaus“ veranstaltet wurde. Das Projekt unterstützt Kolumbien bei der Umsetzung der EITI-Anforderung zur Offenlegung des wirtschaftlichen Eigentums im Bergbausektor.

Mit einem Fördervolumen von ca. 26 Millionen Euro seit der Gründung der Initiative zählt das BMZ zu den weltweit führenden Unterstützern von EITI und vertritt die Bundesregierung im Vorstand der Initiative. Das Sektorprogramm Rohstoffe und Entwicklung berät das BMZ hinsichtlich fachlicher Positionierung in den Gremien der EITI und hat den Vertreter des BMZ, Sören Dengg, nach Bogotá begleitet.

Für weitere Informationen zum deutschen Engagement für die EITI klicken Sie hier oder kontaktieren Sie gerne Anna Kravtšenko.

Aktuelle Berichte aus dem internationalen EITI-Sekretariat finden Sie hier.

Lexikon der Entwicklungspolitik

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