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Konfliktrohstoffe

Vom Konfliktmineral in einem fragilen Staat zum Rohstoff für Frieden und Wiederaufbau

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06.01.2017 |

Sierra Leone war von 1991 bis 2002 Schauplatz eines grausamen Bürgerkrieges, der von Liberia ausging und die ganze Region destabilisierte. Dabei spielte die Herrschaft über Diamantenvorkommen eine konfliktfördernde Rolle – und verlängerte die Auseinandersetzungen, weil vom Erlös der "Blutdiamanten" unter anderem Waffen gekauft wurden.

Seit Kriegsende befindet sich das Land in einem Prozess des Wiederaufbaus seiner Gesellschaft, Wirtschaft und Infrastruktur. Armut und Ausbeutung in Bergbaugebieten sind jedoch Alltag und bergen ein hohes Konfliktpotenzial. Deutschland unterstützt die Regierung von Sierra Leone – wie auch die seiner ebenfalls rohstoffreichen Nachbarländer Liberia, Guinea und Côte d’Ivoire – mit dem Regionalprogramm "Rohstoffgovernance in fragilen Staaten Westafrikas".

Am Beispiel des Diamantenabbaus in Sierra Leone wird in einer Fallstudie erklärt, wie das Vorhaben durch Beratung der zuständigen Ministerien und Behörden, der Zivilgesellschaft und der Bergbauunternehmen den verantwortungsvollen Umgang mit den Bodenschätzen fördert. Ziel ist die Schaffung eines gesetzlichen und verwaltungstechnischen Rahmens, der Korruption erschwert, die Menschen am Reichtum der natürlichen Ressourcen teilhaben lässt, eine faire Entlohnung der Arbeiter im Bergbau fördert und die Umweltschäden eindämmt.

Die Fallstudie finden Sie hier.

Für weitere Informationen kontaktieren Sie gerne Kristian Lempa.

Lexikon der Entwicklungspolitik

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